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08.10.2018
von Sebastian Schmidt

 

Torfrau van Beurden macht Unterschied

SG 09 Kirchhof schnuppert im
DHB-Pokal am Coup


Gut knapp zwei Meter waren die Handballerinnen der SG 09 Kirchhof von einer Sensation entfernt. Streng genommen 1,86 Meter. So groß ist Helen van Beurden.

Und die Torhüterin der HSG Bensheim/Auerbach war der Schlüssel, warum sich der favorisierte Erstligist in der zweiten Runde des DHB-Pokals mit 35:30 (18:16) bei den Löwinnen behaupten konnte. „Wenn sich Helen beim Siebenmeter breitmacht, sehe ich keine Ecke mehr. Das ist schon beeindruckend und gefühlt ist sie eben zwei Meter groß“, sagte Dionne Visser. Wobei Kirchhofs holländische Kreisläuferin noch die wenigsten Probleme hatte, ihre nach elf Minuten eingewechselte Landsfrau zu überwinden. Zehn Tore gelangen der überragenden Nummer 69. Bestwert aller Spielerinnen.

Ansonsten zog van Beurden den Löwinnen reihenweise die Zähne. Oder wie es Coach Christian Denk sagte: „Sie hat Bensheim vor allem in der ersten Halbzeit den Arsch gerettet. Spielerisch waren wir besser, haben nur leider zu viele Chancen ausgelassen.“ Das Unheil aus SG-Sicht begann mit zwei Paraden binnen 20 Sekunden gegen Christin Kühlborn nach Pass von Visser und gegen Danique Boonkamp nach einem Solo (14.). Linksaußen Bogna Sobiech und die starke Juniorennationalspielerin Julia Maidhof veredelten die spektakulär gehaltenen Bälle mit zwei schnellen Treffern zum 11:8 (15.).
Boonkamp führt klug Regie

Auf der Gegenseite hatte Katarzyna Demianczuk überraschend den Vorzug vor der zuletzt überragenden Frederikke Siggaard im Tor erhalten. „Sportlich gab es keinen Grund zu wechseln. Aber ich wollte Kasia zeigen, dass sie weiterhin wichtig ist“, begründete Coach Denk seine Entscheidung. Rechtfertigen konnte die Polin das Vertrauen indes nicht. Nur drei Paraden gelangen der 27-Jährigen in 42 Minuten. Mehr zu bieten, nämlich fünf, hatte anschließend Paula Küllmer.

Die Gründe, warum Kirchhof dem Favoriten lange Paroli bot, waren hauptsächlich in der Mitte zu finden. Da, wo Danique Boonkamp über 60 Minuten glänzend Regie führte und zusätzlich immer torgefährlicher wird. Da, wo Kreisläuferin Visser eiskalt fast jede Chance nutzte. Da, wo Diana Sabljak (siehe Hintergrund) mehr leistete als mit Blick auf ihren bandagierten Oberschenkel zu erwarten war und da, wo am Ende auch Neuzugang Alena Breiding mit ihrem ersten Doppelpack in einem Pflichtspiel nach zwei blitzsauberen Würfen aus der zweiten Reihe Selbstvertrauen tankte.

Bis zur 48. Minute schnupperte die SG 09 an einem möglichen Coup. Immer wieder verkürzten die Gastgeberinnen, ließen sich nicht abschütteln. Fast schon diebisch grinste Dionne Visser, als sie per Siebenmeter zum 23:25 (48.) erfolgreich war.

Allerdings: auch die südhessischen Gäste hatten mit Merel Freriks eine herausragende holländische Kreisläuferin und mit der Halbrechten Maidhof eine zweite treffsichere Schützin. Beide sorgten gemeinsam mit Torfrau van Beurden dafür, dass die HSG nicht mehr ernsthaft um den Einzug ins Achtelfinale bangen musste.
Hintergrund: Sabljak beißt sich durch

Es bleibt dabei: Seit dem Sommer 2016 bestreiten die Handballerinnen der SG 09 Kirchhof kein Pflichtspiel ohne Diana Sabljak. Eine starke Oberschenkelzerrung zwang die Kroatin zwar zu einer Trainingspause, hinderte sie jedoch nicht daran, voll im DHB-Pokal gegen die HSG Bensheim/Auerbach (30:35) im Mittelblock der Abwehr zu kämpfen und sich phasenweise effektvoll in den Angriff einzuschalten. 58 Minuten stand sie insgesamt auf der Platte.

„Gegen Rödertal bin ich wieder bei 100 Prozent“, verspricht Rückraum-Ass Sabljak mit Blick auf das Heimspiel am kommenden Samstag (18 Uhr, Stadtsporthalle Melsungen) gegen den Erstliga-Absteiger HC Rödertal. Nicht mitwirken im DHB-Pokal konnte Rechtsaußen Karolina Bijan wegen einer Wadenzerrung. 60 Minuten auf der Bank blieb als einzige Feldspielerin neben Talent Andra Lucas zudem Rückraum-Hoffnung Michelle Urbicht. „Ich habe sie geschont, weil sie seit Wochen immer wieder über Knieschmerzen klagt“, erklärte SG-Coach Christian Denk.

 


 

08.10.2018

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