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01.12.19 08:30
von Sebastian Schmidt

 
Wichtige Tore am Ende von Beugels

SG 09 Kirchhof hält Druck stand und besiegt TG Nürtingen erneut

Die SG 09 Kirchhof kann Abstiegskampf. Die Löwinnen können Kellerduell. Vor allem hat das Team von Trainer Christian Denk die TG Nürtingen drauf. Auch das vierte Heimspiel gegen die Baden-Württembergerinnen entschieden die Grün-Weißen in der 2. Handball-Bundesliga für sich. Diesmal nach einem kleinen Krimi mit 28:26 (16:13).

„Wir hatten das Spiel im Griff. Deswegen gab es keine Zweifel, dass wir nach Bremen auch diese wichtige Partie für uns entscheiden werden“, betonte Spielmacherin Mariel Beugels. Lediglich in der Anfangsphase stimmte die Feinjustierung im Angriff noch nicht. Da musste die SG 09 häufig ins Zeitspiel. Da wusste TG-Torhüterin Christine Hesel mit vier Paraden zu gefallen. Da legte Nürtingen dank einiger Durchbrüche über 2:0 (2.) einen 5:3-Vorsprung vor (9.).

Nur per Siebenmeter wollten den Gastgeberinnen zunächst Treffer gelingen. Das erste Feldtor, Chefsache durch Diana Sabljak zum 4:5 (12.), war der erste Beleg, dass sich bei Kirchhof ein Duo gesucht und gefunden hat. Fast schon blind verstehen sich die kroatische Kapitänin und Kreisläuferin Jana Schaffrick. „Jana zieht gut den Platz, den wir im Rückraum brauchen“, lobte Beugels. Mit der Folge, dass Schaffrick einige Siebenmeter herausholte, selbst viermal traf (dreimal von Sabljak bedient) und Lücken aufmachte, die besonders die Torschützenkönigin zu nutzen wusste. Mit neun Treffern allein bis zur Pause.

Duo Sabljak/Schaffrick harmoniert prächtig

Das gab ihrem Team Mut, mit Leidenschaft das Spiel zu drehen. Auch Torfrau Frederikke Siggaard wusste sich im Verlaufe der ersten Halbzeit zu steigern. Weil sie lange stehen blieb und von Außen nicht zu bezwingen war. Über 7:6 (15., Sabljak) und 12:8 (24., Andra Lucas) legte die SG 09 eine 16:13-Führung bis zum Seitenwechsel vor.

Nürtingen blieb dran. Besonders die quirlige Lisa Wieder fand Lücken und verkürzte immer wieder. Auch zum 18:17 nach einem weiteren Durchbruch (37.). Dann hatte SG-Coach Christian Denk die zündende Idee. Er zog die wiedergenesene Sina Ritter von Linksaußen in den Rückraum. Bis dahin hatte die zweite Kapitänin lediglich einen Treffer gelandet. Mit Glück und Geschick saß ihr erster Treffer von der Mitte zum 20:17 (39.), mit Konsequenz ließ sie es noch vier weitere Male klingeln.

Küllmers Parade war Gold wert

„Wir hatten Druck ohne Ende. Dafür sind wir extrem cool geblieben und jeder hatte daran seinen Anteil“, lobte der Coach sein Team. 49 Minuten lang etwa begnügte sich Mariel Beugels damit, ihre Mitspielerinnen glänzen zu lassen. Dann läutete die Holländerin mit einem eleganten Unterarmwurf, als Zeitspiel angezeigt war, zum 23:22 den Schlussspurt ein.

Wichtig zudem der einzige Ballkontakt von Paula Küllmer. Die Torfrau kam, parierte einen Siebenmeter von Sarolta Selmeci – und ging wieder zum Jubeln auf die Bank (51.). Den Rest besorgten Ritter (2), Beugels (2) und Schaffrick mit ihren Toren. Fünf Mutmacher für Kirchhof, um sich bis Weihnachten in den Duellen in Lintfort (7. Dezember) und gegen Leipzig (14. Dezember) vom Tabellenkeller entfernen zu können.

Kirchhof: Siggaard (9 P./18 GT), Küllmer (1/0), Zuzic (2/8) - Lucas 1, Breiding, Schaffrick 4, van der Linden, van de Wiel, Sabljak 12/6, Beugels 3, Kavaliauskaite 2, Ritter 6, Immelnkämper.

Nürtingen: van de Polder (6/12), Hesel (5/16) - Fischer 4/1, Wieder 7, Cleve 2, Schuhknecht 3, Weiser 1, Siller 2, Selmeci 6/2, Klotzbücher, Bauer 1, Treusch.

Schiedsrichter: Fratczak/Ribeiro (Geldern/Diepholz).

Zuschauer: 471.

Siebenmeter: 6/6:3/4.

Zeitstrafen: 12:8-Minuten.

Rote Karte: Kavaliauskaite (42., dritte Zeitstrafe.

 

 


 

01.12.2019

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