.
Archiv Vorberichte/Spielberichte 2. Bundesliga

Vorberichte/Spielberichte Oberliga

.

 

>> LIVE TICKER

.


.

.

 

.

Mannschaft

.

Verein

.

Archiv Saison  ab 2006

.

Veranstaltungen

.

Sponsoren

.

Links

.


..

 


 

 


 

 


 

 


 

 


 

 


 

 


 



30.10.2019
von
Ralf Ohm
 

 

 

2. Bundesliga:

Torfrau Frederikke Siggaard geht bei der SG 09 Kirchhof voran

Das war Anschauungsunterricht vom Feinsten. Eine Lehrstunde mit Ansage. Die 15:40 (4:23)-Niederlage der SG 09 Kirchhof im Achtelfinale des DHB-Pokals gegen den Deutschen Meister SG BBM Bietigheim.

"Wenn man Abwehr genießen kann, war das einfach wahnsinnig toll“, lobte Bietigheims Meister-Macher Martin Albertsen, der keine Gnade kannte. Nach etwas ernüchternden Ergebnissen, etwa dem 25:25 als erstem Punktverlust in der Liga beim VfL Oldenburg, wollte der dänische Chef-Coach tadellose Deckungsarbeit sehen – und bekam das über 30 Minuten.

„Diese Stabilität brauchen wir in den kommenden Wochen konstant. Den Schwung müssen wir mitnehmen“, sagte Dinah Eckerle. Die Torfrau imponierte vor allem durch millimetergenaue Pässe. Harpunen, die per Tempogegenstoß technisch wertvoll von der dänischen Linksaußen Fie Woller, deren Pendant Amelie Berger und Kreisläuferin Antje Lauenroth veredelt wurden.

Eckerle nimmt Schwung aus Kirchhof mit

Eiskalte Treffer und knallharte Abwehraktionen, die Bietigheim für die Wochen der Wahrheit braucht. Bereits am Samstag gilt es in der Champions League im französischen Brest, am Mittwoch steht der Erstliga-Schlager gegen den Thüringer HC an. Nebenbei heißt es für einen Großteil des Kaders, sich für die Weltmeisterschaft in Japan (29. November bis 15. Dezember) auf Kurs zu bringen. „Wir haben mit Deutschland einen super Kader. Ziel ist es, trotz der starken Vorrundengegner in die Hauptrunde einzuziehen und uns für Olympia zu qualifizieren“, betont Eckerle.

Auch Kirchhof hat gute Rückhalte zu bieten. Sogar einen ausgezeichneten, denn Frederikke Siggaard wurde – auch durch die Stimme ihres Landsmanns Albertsen – zur Spielerin des Spiels gekürt. Nicht nur mit Paraden gegen Woller, Berger und Lauenroth ragte sie heraus, sondern besonders durch ihre Körpersprache. „Fred hat gepunktet. Sie bringt Leben in die Bude“, betont Coach Christian Denk. Im Stile einer Kapitänin motivierte die Dänin ihre Vorderleute. Nahm Alena Breiding aufbauend in den Arm, rüttelte Diana Sabljak wach, die im ersten Durchgang auf halbrechts merklich fremdelte – und dann auftaute.

Sabljak und Siggaard waren schon vor drei Jahren im Pokal beim 26:46 gegen Bietigheim dabei und zeigten sich weit weniger nervös als ihre jüngeren Mitspielerinnen. „Nach meiner ersten Parade dachte ich: Geil, das kann mein Tag werden. Nach der Pause hatten wir weniger Angst und haben mehr Emotionen gezeigt“, sagte die Dänin mit der Nummer Eins.

Zwei Heimsiege sind jetzt Pflicht

Das 11:18 aus Kirchhofer Sicht im zweiten Durchgang gilt folglich als Mutmacher. Denn in der Liga stehen gegen Bremen (9. November), in Berlin (16. November) und gegen Nürtingen richtungweisende Partien an. „Wir müssen und werden beide Heimspiele gewinnen. Diesem Ziel müssen wir alles unterordnen“, betont Denk.

Möglich, dass Talente wie Lea Günther nach guten Ansätzen im Pokal gegen Bremen im Kader stehen. Sicher ist, dass Greta Kavaliauskaite spielen wird. Die litauische Auswahlspielerin wurde gegen Bietigheim noch geschont. Bei Linksaußen Sina Ritter sieht Denk die Chancen bei 50:50, dass sie mitwirken kann. Das wäre mit Blick auf die lahmen Flügel bitter notwendig. Denn nach sechs Niederlagen in Serie ist keine Zeit mehr zum Lernen.
 

 

 

 


 

4.11.2019

<<<zurück

     

 
..