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11.11.2019
von Sebastian Schmidt

 
Zweiter Saisonsieg

Kirchhof kollektiv klasse beim 34:24 gegen Bremen

Sechs Niederlagen in Serie? Sind Geschichte. Eine Nervenschlacht im Kellerduell? War nicht notwendig. Bemerkenswert souverän entschieden die Handballerinnen der SG 09 Kirchhof den Vergleich in der 2. Handball-Bundesliga der Frauen mit 34:24 (17:12) gegen Werder Bremen für sich.

„Wir haben um unser Leben gekämpft und sind mit jedem Tor selbstbewusster geworden. Diesen Sieg haben wir gebraucht, so dass für uns die Saison jetzt neu losgeht“, sagte Diana Sabljak. Die kroatische Kapitänin setzte nach ihrer vorzeitigen Vertragsverlängerung eindrucksvolle sportliche Zeichen. Im Mittelblock zusammen mit der wiedergenesenen Greta Kavaliauskaite, die ihren stärksten Auftritt im Trikot der Löwinnen lieferte. Und auch im Angriff mit ihrer Saisonbestleistung von 14/3-Treffern. Geschenkt, dass sie nach der Schlusssirene einen Siebenmeter vergab.

Frederikke Siggaard hält herausragend

Denn in den ersten zehn Minuten war es das Spiel Sabljak gegen Bremen – und die Halblinke der SG 09 gewann es mit 4:3. Nach und nach tauten ihre Mitspielerinnen aber auf. Nur bis zum 6:6 hielten die Gäste mit (15.). Dann wechselte SG-Coach Christian Denk entscheidend. Erst rückte Frederikke Siggaard für die glücklose Nela Zuzic zwischen die Pfosten und parierte herausragend. Zudem trieb die Dänen ihr Team auf dem Feld ebenso motivationsstark an wie die nach ihrem Fingerbruch geschonte Linksaußen Sina Ritter neben der Platte.

„Bremen hat versucht, seine Trümpfe auszuspielen. Doch wir hatten stets die passende Antwort“, sagte Denk. Seine Asse von der Bank hießen Alena Breiding und Mariel Beugels. Zunächst kam die quirlige Holländerin für ihre Landsfrau Anouk van de Wiel und wenig später die Ex-Vellmarerin, um auf halb in der Deckung ebenso die Abwehr zu stärken wie es auf der anderen Seite Jana Schaffrick tat. Kirchhof Jüngste gelang ausgerechnet gegen ihren Ex-Verein und im wichtigsten Saisonspiel ihre konstant beste Leistung. Bissig wie ein Terrier rang sie etwa Pia Döpke bereits an der Mittellinie gen Boden (29.), holte Siebenmeter heraus und veredelte bevorzugt Pässe von Sabljak zu fünf Treffern.

„Wir sind konsequent in die Lücken gegangen und haben keinen Ball verloren gegeben“, wusste Sabljak, deren Tore zum 16:11 (27.) und 22:14 (37.) bereits einer Entscheidung glichen. Zwar legte Bremen mit Lotta Heinrich und Naomi Conze treffsichere Rückraumspielerinnen nach, im Verbund präsentierte sich die SG 09 aber viel zu stabil, um auch nur ansatzweise zu wackeln. Fast jeder Abpraller landete bei Kirchhof, das nun bei den Berliner Füchsen (Sa. 19.30 Uhr) unterstreichen möchte, dass der Kantersieg gegen Werder Bremen ein Befreiungsschlag war.

 


 

11.11.2019

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