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20
.01.2020
von Sebastian Schmidt
 
„Kann die Schockstarre nicht lösen“

Christian Denk legt Amt als Kirchhof-Trainer nach 29:34 nieder

Zum Verzweifeln: Christian Denk verlor mit der SG 09 Kirchhof auch gegen den HSV Solingen-Gräfrath und trat als Trainer nach vier Jahren zurück.

Kirchhof – Der 18. Januar 2020 geht als ein ganz trauriger Tag in die Vereinsgeschichte der SG 09 Kirchhof an. Nicht nur, weil der heimische Handball-Zweitligist völlig verdient gegen das Schlusslicht HSV Solingen-Gräfrath mit 29:34 (11:16) verlor, sondern vor allem, weil sich der Verein einen neuen Trainer suchen muss. Denn Christian Denk ist von seinem Amt zurückgetreten.
„Ich wünsche mir, dass die Mannschaft wieder erfolgreich ist, weil Kirchhof mein Verein ist. Aber ich kann die Schockstarre aktuell nicht lösen und habe keine andere Wahl“, betonte der 36-Jährige nach der fünften Niederlage in Serie, womit Kirchhof die Hinrunde auf dem drittletzten Platz beendet.

Spürbar in jeder Phase der Partie gegen Solingen  war die Verunsicherung von fast allen Spielerinnen. Eine Fortsetzung der vorherigen schwachen Auftritte besonders gegen Leipzig (23:27), in Rosengarten (19:33) und in Harrislee (19:30). Vorstellungen, die überhaupt nicht Denks DNA entsprechen. Für eine knallharte Deckung, die jeden Gegner unter Druck setzt, und schnellen Handball mit explosiven Umschaltspiel stand und steht der B-Lizenz-Inhaber.

„Vor der Saison hatte ich das Gefühl, wir hätten wenig Zeit. Dadurch sind wir bei einigen Positionen ins Risiko gegangen. Das kreide ich mir an“, erklärt Denk, aus dessen Sicht zumindest drei bis vier Transfers hätten zünden müssen, um die hochkarätigen Abgänge zu kompensieren. Doch lediglich die neue Kapitänin Sina Ritter, die allerdings acht Spiele verletzt verpasste, und Kreisläufer-Hoffnung Jana Schaffrick schlugen ein. Zudem wird die langzeitverletzte Regisseurin Michelle Urbicht (Aufbautraining nach Schulter-OP) schmerzlich auf der Platte vermisst und fehlt insbesondere auf Rechtsaußen eine zweitliga-taugliche Kraft.
„Ich war für die Mädels ein Schutzschild. Habe bis zum Schluss jeden Tag gekämpft und ihnen ein Alibi gegeben“, betont der B-Lizenz-Inhaber, der vereinsintern nicht zur Debatte stand. Vertrauen als Verdienst fast schon eines Lebens im Dienste Kirchhofs. Kurz nach seiner Geburt wurde Christian Denk Vereinsmitglied. Leistete ab 2001, also bereits mit 17 Jahren, Jugendarbeit und führte mehrere Nachwuchsteams in die Oberliga.
Ab 2010 übernahm er die zweite Mannschaft und brachte das Juniorteam 2015 zurück in die Oberliga. Parallel war er ab 2012 Co-Trainer unter Gernot Weiss, Markus Berchten (2014/15) und Christian Caillat, dessen Nachfolge er als Chefcoach mit dem 26:25-Sieg am 17. Januar 2016 gegen Trier erfolgreich antrat. „Seitdem ging es eigentlich immer bergauf, wir haben viel bewegt. Ich kann mich nur für die Wertschätzung und das Vertrauen bedanken“, betont der scheidende Trainer.

Die Handball-Camps, die viermal im Jahr bis zu 70 Talente in die Stadtsporthalle locken, würde er gerne weiter betreuen. Ansonsten braucht er nach seinem frustrierenden Abgang erst einmal Abstand.

 


 

20.01.2020

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