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18.01.2020
12.02.2020
von Ralf Ohm
 

Mit Trainer Gernot Weiss schafft SG 09 Kirchhof die Wende und verlässt die Abstiegsplätze

Mit drei Siegen in Folge unter ihrem neuen Trainer Gernot Weiss hat sich die SG 09 Kirchhof nach langer Talfahrt im Abstiegskampf der 2. Handball-Bundesliga etwas Luft verschafft.

Selbst eingefleischte Kirchhofer Fans rieben sich beim letzten Heimspiel des heimischen Handball-Zweitligisten die Augen. Höchst verwundert über die wundersame Wandlung ihrer Schützlinge, die lange nicht mehr so mutig und entschlossen aufgetreten waren. Und einen rauschenden 32:24-Erfolg gegen den Tabellenvierten VfL Waiblingen landeten, den Sabljak, Ritter und Co. eine Woche darauf beim nicht ganz so glanzvollen, aber eminent wichtigen 27:22-Sieg beim Tabellennachbarn TVB Wuppertal bestätigten. Damit ist die Abstiegsgefahr zwar noch nicht gebannt, doch eine Wende vollzogen, die Nachhaltigkeit verspricht. Vier Gründe, warum die SG 09 im Unterhaus wieder eine Macht ist:

Neuer Trainer

Zahlen lügen nicht. Und in diesem Fall sagen sie sogar die ganze Wahrheit. Mit Gernot Weiss, der vor dem Spiel in Freiburg für den zurückgetretenen Christian Denk einsprang, hat die Mannschaft in drei Partien drei Siege eingefahren - nach zuvor fünf Niederlagen in Folge. Keine Frage, der 53-Jährige ist mit seiner enormen Erfahrung und seiner Insider-Kenntnis als langjähriger ehemaliger Kirchhofer Trainer der richtige Mann am richtigen Ort, wo er nach eigenen Aussagen „noch etwas gutzumachen hat“. Nämlich die Schmach des unnötigen Abstiegs von 2014 zu tilgen. Der Rückkehrer selbst wehrt alle Komplimente ab, verweist darauf, „dass ich eine völlig intakte Mannschaft übernommen habe“, die zudem das im Training Erarbeitete im Spiel „sehr gut umsetzen kann“.

Neues Selbstvertrauen

Auffällig ist, das alle Spielerinnen zugelegt haben - und zwei ehemalige Sorgenkinder besonders. Von einem „Neustart“ spricht Torfrau Nela Zuzic, die endlich ihre Klasse unter Beweis stellt, weswegen die 23-jährige Kroatin vor der Saison geholt wurde. „Der neue Trainer hat uns viel Selbstvertrauen gegeben“, bestätigt Iva van der Linden. Die Rechtsaußen, die unter Weiss so konsequent und effektiv wie nie zuvor den Abschluss sucht. Und auch in der Abwehr ihr Phlegma immer mehr ablegt.

Neue Abwehrstärke

Was kann ein Trainer tun, der mitten in der Saison eine völlig verunsicherte Mannschaft übernimmt? fragte sich Gernot Weiss bei Amtsantritt. Und gab sich selbst die Antwort: die Abwehr stärken, „denn das geht fast immer, weil es Willenssache ist.“ Der SG-Coach ging mit der Vorgabe von höchstens 25 Gegentoren pro Spiel ans Werk, an die sich das Team bisher (21/24/22) gehalten hat. Und dreimal belohnt wurde. Taktisch baut er wie sein Vorgänger auf eine 6:0-Deckung, allerdings mit der Konzentration darauf, den gegnerischen Rückraum auszuschalten. Besonders gefordert: Der Mittelblock mit Diana Sabljak und Greta Kavaliauskaite bzw. Alena Breiding, dem es bisher durch sein enormes Arbeitspensum eindruckvoll gelungen ist, sowohl Kreisläufer wie auch Spielmacher des Gegners kaum zur Geltung kommen zu lassen. Und: Torfrau Nela Zuzic, die es vermehrt mit Abschlüssen von außen zu tun bekommt, auf die sie sich hervorragend eingestellt hat.

Neue Angriffsstärke

Endlich hat die SG wieder eine gefährliche erste und zweite Welle, was auf die Konsolidierung der Defensive wie auf den Verzicht von Abwehr-/Angriffswechsel, unter dem zuvor häufig das eigene Tempo beim Umschaltspiel litt, zurückzuführen ist. Und auch im Positionsangriff vertraut Trainer Weiss seiner Stammformation. Umso mehr als Iva van der Linden über die rechte Seite endlich für den nötigen Druck sorgt, der der starken linken mehr Raum beschert. So greift mittlerweile ein Rad ins andere, wovon Kreisläuferin Jana Schaffrick ein besonders wichtiges ist. Als eine Bank im Gegenstoß, als sichere, immer anspielbereite Vollstreckerin aus der Nahwurfzone und als aufopferungsvolle Arbeiterin für ihre Rückraumkolleginnen.

Fazit

Die SG 09 Kirchhof ist wieder auf Kurs, aber noch lange nicht über den Berg bzw. im sicheren Hafen. Der Abstiegskampf wird sich angesichts der Ausgeglichenheit der Liga (und drei Absteigern) - ab dem achten Platz kann sich derzeit niemand in Sicherheit wähnen - womöglich bis zum letzten Spieltag hinziehen. Da sind starke Nerven und Stehvermögen gefragt. Ein weiterer Risikofaktor ist der (besonders in der Breite) dünne SG-Kader. Was die Fans positiv stimmt: Während ihre Mannschaft aufblüht, bauen andere Rivalen (etwas Aufsteiger Freiburg, TVB Wuppertal) ab.

 


 

12.02.2020

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