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23.09.19 07:45
von
Sebastian Schmidt

 

2. Bundesliga:
Starke Torfrau Nela Žužić reicht SG 09 Kirchhof nicht



Es war der letzte Wurf des Spiels. Ein Traumtor in den Winkel. Unhaltbar. Ein Treffer wie ein Stich ins Herz. Der die 21:22 (10:11)-Niederlage der SG 09 Kirchhof in der 2. Handball-Bundesliga gegen den TVB Wuppertal besiegelte.

Da sank die halbe Mannschaft wie vom Blitz getroffen gen Boden. Da kullerten nicht nur bei Rückraumspielerin Alena Breiding Tränen. Da fand Trainer Christian Denk sein Lächeln erst wieder, als er Töchterchen Lotta im Arm hielt. Und da mochte sich Anouk van de Wiel nach ihrer Premiere in der Stadtsporthalle „am liebsten vergraben, weil wir uns das anders vorgenommen hatten.“

Denn eigentlich sind Heimniederlagen tabu für die Ziele der Mannschaft. Dieser Rückschlag war aber folgerichtig, weil das Spiel der SG 09 mehr Schatten als Licht aufwies. Leuchttürme gab’s lediglich zwei. Und zwar die beiden mit kroatischem Pass.

Eine Gala lieferte Nela
Žužić im Tor. 19 Paraden gelangen dem Rückhalt. Herausragend etwa die Fußparade gegen Ramona Ruthenbeck (12.), das nervenstarke Eins-gegen-Eins beim Tempogegenstoß von Michelle Stefes (28.) und der Megareflex gegen die freie Hannah Kamp. Zudem entschied sie zwei von vier Siebenmeterduellen mit Ruthenbeck für sich.

Doch so gut
Žužić auch hielt und davor im Mittelblock Diana Sabljak, Greta Kavaliauskaité und später auch van der Wiel verteidigten, Kirchhof versäumte es, die gehaltenen Bälle mit Toren zu veredeln. „Das haben wir nicht geschafft, weil wir uns zu viele Fehler geleistet haben. Wir haben zu viele Freie vergeben, so dass die ganze Last im Angriff bei Diana lag“, wusste Denk. Eben lediglich Sabljak, die zweite Kroatin, bewies mal wieder Torriecher. Alle Siebenmeter der weiterhin bandagierten Kapitänin saßen, dazu vier Treffer aus dem Rückraum. Macht in Summer über die Hälfte der Kirchhof-Tore.



Sina Ritter verletzt

Ihre kongeniale Partnerin bei der Chancenverwertung, die zweite Kapitänin Sina Ritter, war da längst zum Zuschauen verurteilt. Die Linksaußen hatte in der zwölften Minute einen Schlag auf die Wurfhand kassiert und droht nun verletzt auszufallen. Mit der Folge, dass Spielmacherin
Mariël Beugels auf Außen musste und dort regelrecht verhungerte. Und sich neben Sabljak im Rückraum Kavaliauskaite, van de Wiel und Breiding nach Kräften mühten, jedoch mehr in der Defensive überzeugten. Entlastung von den Flügeln oder gar Tempospiel auf Außen ist auf gehobenem Niveau indes nur von Ritter zu erwarten.

Dennoch gestaltete Kirchhof das fehlerhafte Duell zweier besser veranlagten Mannschaften bis zum Schluss offen. Verbunden mit der leisen Hoffnung auf einen Sieg nach der überzogenen Roten Karte gegen Wuppertals Abwehrchefin Anna-Lena Tomlik (48.) und der sicheren Treffer von van de Wiel und Breiding in der nervenaufreibenden Schlussphase.

Bis nach einer Parade von Zuzic Landsfrau Sabljak im Angriff umgestoßen wurde, der fällige Pfiff der auf beiden Seiten schwachen Schiedsrichterinnen ausblieb. Somit hatte Wuppertal noch eine letzte Chance. Einen Wurf. Eine Ramona Ruthenbeck, die Kirchhof mit dem Schlusspfiff zum 22:21 einen Stich ins Herz versetzte. Womit das Team von Trainerin Dagmara Kowalska nebenbei erfolgreich Revanche für das Aus im DHB-Pokal vor drei Wochen nahm.


 

 

 


 

21.09.2019

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