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18.01.2020
31.01.2020
von Ralf Ohm
 

Kämpferisch ans Limit gehen

2. LIGA - SG gegen aufstrebenden
VfL Waiblingen Außenseiter


Kirchhof – Wenn der Tabellenvierte, zudem mit einer Siegesserie im Gepäck, beim Drittletzten gastiert, sind die Rollen klar verteilt. Das bestätigt Gernot Weiss. „Wir sind klarer Außenseiter“, sagt der Trainer des Handball-Zweitligisten SG 09 Kirchhof vor dem Duell mit dem VfL Waiblingen (Sa. 18 Uhr, Stadtsporthalle Melsungen). Sein Kollege sieht das - naturgemäß - etwas anders. Für Nicolaj Andersson werden „die Karten neu gemischt“. Denn: „Ein solcher Trainerwechsel macht sicherlich neue Energien frei.“

Stimmt. Beim Weiss‘ Einstand in Freiburg (24:21) zeigte besonders die Deckung den lange vermissten und im Abstiegskampf nötigen Biss, der neue Mittelblock mit Diana Sabljak und Alena Breiding schlug prächtig ein und im Tor hielt Nela Zuzic „in den entscheidenden Situationen die wichtigen Bälle“ (Weiss). Nun lautet das Zauberwort: Nachlegen. Ein äußerst schwieriges Unterfangen gegen einen neuformierten Gegner, der nach vier Siegen hintereinander immer besser auf Touren kommt.

„Einen Sieg kann ich unter diesen Voraussetzungen von der Mannschaft nicht verlangen, wohl aber, dass sie kämpferisch ans Limit geht“, lautet die Vorgabe des SG-Coaches, dem Martin Denk als Co-Trainer zur Seite steht. In dem Wissen, „dass wir nur dann eine kleine Chance haben, wenn wir das schnelle Waiblinger Umschaltspiel unterbinden und im 6:0-Verbund ganz kompakt stehen.“

Spezielle Defensivmaßnahmen eher ausgeschlossen, Weil die Gäste mit Kreisläuferin Louisa de Bellis, dem Rückraum-Duo Hammer/Kynast, allesamt hervorragend von Regisseurin Vanessa Nagler in Szene gesetzt - über mehrere Spielerinnen verfügen, die aufgrund ihrer Torgefahr eine Partie im Alleingang entscheiden können.

Im Kirchhofer Angriff feilt Gernot Weiss besonders an der rechten Seite, damit die linke (mit Diana Sabljak und Sina Ritter) wieder mehr Freiheiten hat. Im rechten Rückraum sollen Alena Breiding und Greta Kavaliauskaite für Druck sorgen, auf Rechtsaußen Iva van der Linden Verantwortung übernehmen. „Sie muss einfach mutig spielen“, stärkt der SG-Coach der 21-jährigen Niederländerin den Rücken. Exemplarisch und mit Blick nach vorn. In Spielen, wo die SG nicht nur kämpfen, sondern auch gewinnen muss.

 

 


 

31.01.2020

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