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06.09.2019
von Ralf Ohm


 

2. Liga

Neuling Freiburg kein Aufbaugegner für die SG 09 Kirchhof

Vorhang auf zur dritten Zweitliga-Saison der SG 09 Kirchhof nach dem Aufstieg der heimischen Handballerinnen 2017. Mit neuformierter Mannschaft. Und mit Verletzungsproblemen.

Da kommt als Auftaktgegner Aufsteiger HSG Freiburg (Sa. 18 Uhr, Stadtsporthalle Melsungen) gerade recht. Oder? SG-Trainer Denk warnt: „Wir dürfen den Neuling auf keinem Fall unterschätzen. Es handelt sich um eine spielstarke und eingespielte Mannschaft, die uns durchaus gefährlich werden kann.“

Und die laut HSG-Vorsitzenden Raynald Thommen „unbekümmert und euphorisiert“ aufspielen wird. Was sein Coach Ralf Wiggenhauser bestätigt: „Wir freuen uns nach der langen Vorbereitung wahnsinnig auf dieses Spiel.“

Zumal er in Bestbesetzung anreisen kann. Also auch mit seiner Aufstiegsgarantin Nadine Czok (120 Saisontore). Ein robuster Handballtyp, „der einen wunderschönen Handball spielt“ (Wiggenhauser). Eine wurf- und zweikampfstarke Torjägerin, die aber auch den letzten Pass exzellent drauf hat.



„Freiburgs Schlüsselspielerin“, weiß Christian Denk. Ein Fall für Neuzugang Jana Schaffrick in Kirchhofs 6:0-Deckung, die möglicherweise improvisieren muss. Denn: Nela Zuzic (Außenbandanriss im Knöchel) und Diana Sabljak (Innenbanddehnung im Knie) sind angeschlagen. Für die neue Torfrau stünden die im Pokal gegen Beyeröhde starke Frederikke Siggaard und Paula Küllmer bereit, für die Rückraumspielerin Alena Breiding. Die hat in der Vorbereitung „einen großen Schritt nach vorn gemacht“ (Sabljak).

Bagen um Zuzic und Sabljak

Trotzdem will die Kapitänin beim Ligastart unbedingt dabei sein. Weil ihre Eltern aus Kroatien anreisen, um sie spielen zu sehen. Und weil die Torschützenkönigin der letzten beiden Saisons von der SG 2019/2020 überzeugt ist: „Wir sind auf keinem Fall schlechter als vor einem Jahr und haben noch viel Potenzial nach oben.“

Was die „Neuen“ bereits andeuteten. Selbst auf ungewohnter Position. Rechtshänderin Greta Kavaliauskaite etwa findet sich im rechten Rückraum immer besser zurecht, so dass Anouk van de Wiel in Ruhe genesen kann. Und im Mittelblock der SG avancierte die 25-jährige Litauerin bereits zur „heimlichen Abwehrchefin“ (Trainer Denk).

Nun folgt die Probe aufs Exempel. Gegen einen Gegner, der auf den schnellen Ballbesitz aus ist, der schnell umschaltet und schnell abschließt. Der eine lange und erfolgreiche Vorbereitung hinter sich hat. Der „heiß“ auf die 2. Liga ist. Und damit sicherlich nicht als Aufbaugegner für den vermeintlichen Favoriten durchgeht.

 
 

 


 

06.09.2019

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