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25.09.19 09:30
von Sebastian Schmidt


 

 


 

Über ein Jahr Pause
Kirchhofs Anouk van de Wiel ist viel schneller zurück als erwartet

Sieg oder Niederlage. Allein darum geht es in der Regel im Sport. Manchmal ist es aber schon ein Erfolg, (wieder) dabei zu sein. Wie bei Handballerin Anouk van de Wiel, die sich viel früher als erwartet zurück ins Team des Zweitligisten SG 09 Kirchhof gekämpft hat.

„Vor einem halben Jahr habe ich daran nicht geglaubt. Ich wollte meine Karriere fast beenden“, gibt die Rückraumspielerin unumwunden zu. Zu fraglich erschien es ihr nach vier Knieoperationen nochmals auf der Platte zu stehen. Weil sie als ehemalige Deutsche Meisterin und Ex-Nationalspielerin der Oranje hohe Erwartungen an sich selbst hat. Und es ihr nichts bringen würde, sich nur zu quälen, um nach ihrer Laufbahn gesundheitliche Beschwerden mit sich herumzuschleppen.

Also war Überzeugungsarbeit gefragt, die Niederländerin mit Gardemaß von 1,88 m für ein Engagement in Kirchhof zu begeistern. Coach Christian Denk flog im Januar unter widrigen Wetterbedingungen nach Norwegen, wo sich die 27-Jährige bei ihrem ersten Spiel im Trikot von Molde HK im September 2018 schwer durch den Riss des Außenmeniskus verletzt hatte.

Leidenschaft und Gesamtpaket überzeugten

Die Leidenschaft des Trainers gefiel van de Wiel und mehr noch das Paket mit beruflicher Perspektive sowie der Aussicht, sich von der medizinischen Abteilung der SG 09 aufbauen zu lassen. Schon im März startete sie deshalb unter Anleitung von Dr. Gerd Rauch und den Physiotherapeuten Kirchhofs die Mission zurück. Zunächst mit zwei, drei Einheiten pro Woche, dazu Stabilitäts-, später Kraft- und am Ende auch Lauf- und Mannschaftstraining.

Verbunden mit der leisen Hoffnung, vielleicht noch 2019 für die Löwinnen zu spielen. Da die Linkshänderin als Wunschspielerin des Trainers einen Zwei-Jahres-Vertrag unterschrieb, war (Zeit-) Druck kein Thema. Am 14. September feierte sie beim 26:33 in Waiblingen ihre unverhoffte Premiere. Und wirkte beim 21:22 gegen den TVB Wuppertal insgesamt 35 Minuten mit.

Bereits zu 100 Prozent sicher fühlt sie sich in der Abwehr. „Im Angriff brauche ich noch etwas, um das richtige Timing zu finden und bessere Entscheidungen zu treffen. Wer die Tore dann wirft, ist mir egal“, betont Anouk van de Wiel. Immerhin: zwei blitzsaubere Treffer sind ihr gegen Wuppertal bereits gelungen.

Für sie und ihr Team ist das kommende Wochenende spielfrei, weil Greta Kavaliauskaité mit Litauen auf Lehrgang weilt. Für Kirchhof gilt es nach dem ernüchternden Start mit 2:4-Punkten wieder am 3. Oktober beim BSV Sachsen Zwickau. Nur allzu gern würde die Holländerin dann ihren ersten Sieg im grünen Dress feiern.

 


 

27.09.2019

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