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Leona Svirakova und Zerin Özcelik wurden am Ende der Begegnung zur Spielerin des Tages durch die Trainer benannt.


 



26.10.2020
Von Sebastian Schmidt
 
Unvollendete Aufholjagd

2. LIGA - Beugels und Özcelik setzen bei Kirchhofs 24:28 gegen Berlin Akzente

Melsungen – Das konnte nicht gut gehen – und ging auch nicht gut. Mit nur acht Feldspielerinnen aus dem Zweitliga-Kader unterlag die SG 09 Kirchhof den Füchsen Berlin mit 24:28 (10:14). Mit dem ersten Sieg in Melsungen sind die Hauptstädterinnen wieder Tabellenführer. Für die SG 09 war’s zumindest das knappste Resultat bei nunmehr vier Niederlagen in Serie.

Kirchhof hatte kurzfristig auch noch auf das erkrankte Geburtstagskind Hannah Kamp verzichten müssen. Dafür rückten Katharina Koltschenko, Johanna Scharff und Deborah Spatz aus dem Juniorteam nach. Und nicht nur das: Koltschenko fand sich in der Startformation wieder. Die 17-Jährige, die in der vergangenen Saison noch in der Landesliga in Baunatal spielte und bei ihrer Premiere für Kirchhof II in der Oberliga mit elf Treffern gegen Oberursel brillierte.

„Katharina gehört die Zukunft. Sie hat viele Stärken, verfügt über ein starkes Eins-gegen-Eins und hatte gleich einige gute Szenen“, lobte SG-Coach Gernot Weiss die 17-Jährige. Sehenswert etwa, wie Koltschenko Berlins Kreisläuferin Tina Wagenlader den Ball stibitzte (4.). Die Debütantin, eigentlich im Rückraum angesiedelt, begann auf Rechtsaußen. Doch im Angriff mangelte es ihren Mitspielerinnen an Tempo und Durchschlagskraft. Da wuchs der Mittelblock um Abwehrchefin Vesna Tolic regelrecht zur Berliner Mauer an. Da pflückte sich Torfrau Sofie Svarrer Hansen fast jeden Ball und musste in den ersten zwölf Minuten nur einen Treffer von Diana Sabljak hinnehmen (4.).



Sekunden später kassierte Greta Kavaliauskaite eine erste Zeitstrafe. Gefolgt vom 1:3 nach einem Durchbruch von Simona Kolosove nebst übertriebener Zwei-Minuten-Strafe gegen Koltschenko. Nun saß jeder Wurf bei den Gästen. Ein 5:0-Lauf zum 7:1 (13.). „Das war ein Knackpunkt und bis dahin hat uns Zutrauen gefehlt. Doch danach haben wir Charakter gezeigt“, betonte Weiss.

Wohlwissend um den entscheidenden Makel. Kirchhof biss sich ins Spiel, holte über 6:9 (29., Sabljak), 7:13 (25.), 13:16 (36., Beugels), 16:19 (42., Harder) und 20:24 (52., Özcelik) immer wieder auf – kam jedoch nie näher als auf drei Tore heran. „Kämpferisch war das ein Schritt nach vorn. Aber wir haben uns ein paar Fehler zu viel geleistet und die Zuschauer vermisst“, sagte Beugels.

Mit fünf blitzsauberen Toren sorgte die Niederländerin für frischen Wind und ist nach einem Außenbandriss in der Vorbereitung „endlich zu 100 Prozent beschwerdefrei“. Jedoch leistete sich auch die technisch versierte Spielmacherin ein, zwei unvorbereitete Würfe. Da packte die Deckung – zunächst im 4:2, dann 5:1 und auch 6:0-System – nicht immer beherzt zu.

Und da haderten die Gastgeberinnen mit den Schiedsrichtern, denen eine klare Linie abging. Zum Haareraufen war das für Trainer Weiss, der prompt eine Strafe gegen die Bank kassierte. Das trieb sein Team nur noch mehr zur Höchstleistung an. Besonders Linksaußen Zerin Özcelik, die nach der Pause mit teils spektakulären Toren glänzte.

Aber noch von einer Akteurin übertroffen wurde: Leona Svirakova. Die Tschechin schwang sich an alter Wirkungsstätte zur Spielerin des Spiels auf. Eiskalt vom Punkt und immer dann mit ihrem Eins-gegen-Eins erfolgreich, wenn es hätte brenzlig werden können. Trotz Auswärtssieg und Tabellenführung war aber auch sie nicht gänzlich glücklich nach dem Geisterspiel, „weil ich mich auf viele liebe Menschen gefreut hatte aus meiner schönen Zeit hier.“ Wohlwissend, dass „es für uns ein Vorteil war, denn mit den Fans wäre uns Kirchhof garantiert noch gefährlicher geworden.“

 

 

SG 09 Kirchhof - Füchse Berlin 24:28 (10:14)

Kirchhof: Siggaard (2 P./8 GT.), Zuzic (7/20) - Özcelik 6, Schaffrick 1, Harder 1, Hufschmidt 2, Evjen, Koltschenko, Sabljak 7/3, Beugels 5, Kavaliauskaite 2, Scharff, Spatz.
Berlin: Hübner (0/2), Hansen (11/22) - Kolosove 6, Ansorge 5, Tolic 1, Kunde, Höbbel 2, Gouveia 5, Svirakova 7/3, Wagenlader, Müller, Mattheus, Dekker 2, Puls.
SR: Engeln/Schmitz. Z: ohne.

Siebenmeter: 3/3:4/4. Strafzeiten: 12:8-Minuten

 

26.10.2020

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