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10.08.2020
von
Marcel Glaser & Sebastian Schmidt
 
BVB eine Klasse für sich

HEINRICH-HORN-GEDÄCHTNISTURNIER - Kirchhof überzeugt in allen Bereichen

Melsungen – Der Handball ist zurück. Zurück in der Region und auf Bundesliga-Ebene. Dank der SG 09 Kirchhof. Sieger des 9. Heinrich-Horn-Gedächtnisturnier wurde Borussia Dortmund durch ein 23:16 (13:9) im Endspiel gegen die HSG Bad Wildungen Vipers. Das fiel auf in der Melsunger Stadtsporthalle:

Das Finale

Viel Tempo und schöne Tore – das Finale hielt, was es versprach. Damit unterstrichen die Westfalen ihre Ambitionen auf die Meisterschaft in der kommenden Spielzeit. „Wir gehören zu den Favoriten und wir nehmen diese Rolle an. Ich habe eine super Mannschaft zusammen“, sagte BVB-Coach Andre Fuhr. Dessen Team fand besser ins Spiel und führte schnell mit 3:1 (3.). Doch die Vipers steigerten sich. Bis zum 8:9 (16.) durch Kira Schnack hielten die Südwaldeckerinnen die Partie offen. Dann nutzte der BVB eine Schwächephase der HSG und zog auf 13:9 davon.


Für das Team von Trainerin Tessa Bremmer kam es doppelt bitter. Neuzugang Munia Smits traf eine BVB-Spielerin mit einem direkten Freiwurf im Gesicht – und sah Rot. Dortmund bestimmte fortan das Endspiel über 14:10 (22.) und 16:12 (27.), bevor die Vipers sich noch einmal aufbäumten und durch Maxime Struijs auf 14:17 verkürzten (30.). Mehr aber nicht. Tessa Bremmer zog ein durchwachsenes Turnier-Fazit: „Wir haben gegen Zwickau und Dortmund zwei gute Spiele gezeigt, insgesamt aber noch zu viele Fehler gemacht“.

Das Derby

Kirchhof gegen Bad Wildungen. 2. Liga gegen 1. Liga. Die beiden besten Mannschaften der Region. Zwar lag die SG 09 mit 2:5 zurück (8.). Doch gestützt auf die starke Torfrau Nela Zuzic und konsequent im Abschluss von allen Positionen drehte das Team von Trainer Gernot Weiss den Spieß zum 8:5 durch einen 6:0-Lauf in nur sechs Minuten um. Da wussten die Vipers nicht, wie ihnen geschah. Von wegen Klassenunterschied. Kirchhof diktierte nach Belieben.

Auch die 20-jährige SG-Torfrau Alica Schmincke, eigentlich Teil des Juniorteams, hielt nach der Pause herausragend. Ein Trumpf, weswegen die Löwinnen bis zum 29:24 (51.) wie die sicheren Siegerinnen aussahen. Allein Weiss’ Gnade munter durch zu wechseln verdankten die Vipers ihren 32:30 (16:18)-Sieg. Wobei: „Wie ist es ausgegangen?“, fragte Weiss schelmisch. Denn das Derby ging über 2 x 30 Minuten. Eigentlich waren 2 x 20 geplant. Jeweils die ersten 20 Minuten endeten mit 11:8 und 10:8 für Kirchhof. Macht in der Weissschen Rechnung einen 21:16-Erfolg.

Die Stimmung

Die Trommler fehlten, die Stimmung nicht. Reichlich strahlende Augen verfolgten die 16 Spiele in der Stadtsporthalle. Da blieb zwar Jeder artig auf seinem Platz, doch bereits beim Derby zum Auftakt sprang der Funke von der Platte auf die Ränge über. Da strahlte Edelfan Burkhard Hölscher fast so sehr wie die Sonne. Mehrfach ging der Daumen nach oben. Jubelschreie inklusive. Da wurde jeder Treffer gefeiert wie zu besten Zeiten. Glücksgefühle, weil die Löwinnen ein hohes Tempo anschlugen und vor allem im Angriff und im Tor Lust auf die neue Saison versprühten.

Die Zweitligaduelle

Unter den Zweitligisten wurde Sachsen Zwickau seiner Favoritenrolle gerecht. Das Team des Trainergespanns Norman Rentsch/Dietmar Schmidt musste sich im Spiel um Platz drei erst nach langem Kampf Bundesliga-Aufsteiger Halle-Neustadt 16:20 geschlagen geben. Ohne Erfolgserlebnis blieb hingegen der HC Rödertal, der sein Platzierungsspiel gegen den bis dato ebenfalls sieglosen HSV Solingen/Gräfrath mit 15:20 verlor.

Kirchhof ärgerte nicht nur Bad Wildungen, sondern musste sich auch den Zwickauerinnen nach einer packenden Partie erst in letzter Sekunde mit 17:18 geschlagen geben. Insbesondere im Platzierungsspiel gegen Werder Bremen wusste die SG 09 zu überzeugen und fuhr über 10:4 (20.) und 14:8 (30.) einen souveränen 19:16-Erfolg ein.

Die Perspektive

„Unsere Abwehr hat super gestanden“, freute sich Kirchhofs Co-Trainer Martin Denk über die Steigerung im Turnierverlauf. Die 6:0-Deckung mit Diana Sabljak und Greta Kavaliauskaite machte den Gegnern im Verbund mit Nela Zuzic das Leben schwer. Insbesondere die Litauerin Kavaliauskaite hat sich zu einer Führungsspielerin entwickelt, die sowohl in Abwehr und im Angriff Verantwortung übernimmt und merklich selbstbewusster auftritt.

In der Offensive wusste besonders die linke Seite mit den Neuzugängen Klara Schlegel, die mit 21 Treffern beste SG-Werferin war, und Hannah Kamp zu gefallen. Ihr Potenzial deutete zudem der norwegische Neuzugang Ida Evjen an, die im Rückraum Top-Torjägerin Diana Sabljak entlasten könnte. „Unsere Neuzugänge kommen immer besser in Fahrt“, lobte Denk.

 


 

10.08.2020

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