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07.08.2020
von Sebastian Schmidt
 
Mut, Spaß, Stimmung

Kirchhof – Handball-Vorbereitung heißt vor allem eines: laufen, laufen, laufen. Das Heinrich-Horn-Gedächtnisturnier in der Melsunger Stadtsporthalle (ab heute 19Uhr) verspricht für Diana Sabljak, die Kapitänin der SG 09 Kirchhof, indes besonders eines: Spaß. „Wir haben die Bälle und die Halle so vermisst. Wir wollen das Turnier einfach nur genießen“, betont die treffsicherste Löwin.

Und ist dankbar für die 100 Helfer und den Mut ihres Vereins, in Corona-Zeiten voranzugehen und ein Turnier zu veranstalten. Noch dazu ist es erstklassig besetzt. Mit dem BVB, der eigentlich als Deutscher Meister anreisen würde. Doch 34:2-Punkte reichten vor dem somit weiterhin amtierenden Champion Bietigheim (33:3) nicht aus, um als Titelträger anerkannt zu werden.

Was nicht zu verstehen ist mit Blick auf die Männer, bei denen der THW Kiel (44:8) vor der SG Flensburg-Handewitt (42:12) die Meisterschale erhielt. Fast zynisch, dass Borussia Dortmund dennoch in der Champions League mitmischen darf. Auch das Final Foul, also die Entscheidungsspiele um den Pokal, wurde abgesagt.

Wie stark Dortmund und Trainer Andre Fuhr sind, wird Kirchhof aber ebenso aus der Ferne verfolgen wie die Auftritte des SV Union Halle-Neustadt um Ex-Trainer Christian Denk. Beide Mannschaften spielen in der anderen Gruppe. Ohnehin betont Diana Sabljak. „Wir schauen nur auf uns. Wir wollen beweisen, was schon gut klappt, und wo wir noch besser werden müssen.“

Ehrgeizige Worte, die Gernot Weiss gefallen. Denn der SG-Coach guckt beim Turnier nicht auf die Resultate. Noch nicht mal ein bisschen. Sein Blick richtet sich auf den 5.September, den Saisonstart der 2. Bundesliga. Bis dahin erhofft er sich von seinen Schützlingen vor allem eines: Mut. Mut, Fehler zu machen. Mut, in knappen Spielsituation voranzugehen. Mut, sich die Würfe zu nehmen.

Schmincke und Spatz rücken auf

Der erfahrene Handball-Trainer weiß um den Verlust von Sina Ritter (Karriereende). Nicht nur aufgrund ihrer Explosivität, sondern besonders als Typ, der die Mannschaft mitreißt. Sein neues Team mit den sechs externen Neuzugängen findet er spannend. „In der Breite sind wir stärker“, lobt er. Zumal alle Feldspielerinnen fit sind. Lediglich Torfrau Frederikke Siggaard arbeitet nach einem Muskelfaserriss Rückstände auf. Dafür rückt Torhüterin Alica Schmincke neben Rückraumspielerin Deborah Spatz aus dem Juniorteam ins Aufgebot fürs Turnier.

Vier Spiele, vier interessante Gegner. Beim Heinrich-Horn-Gedächtnisturnier misst sich Gastgeber SG 09 Kirchhof mit Erstligist HSG Bad Wildunger (heute 19 Uhr) und den Zweitliga-Rivalen HSV Solingen-Gräfrath (Sa. 10 Uhr), BSV Sachsen Zwickau (Sa. 17.30 Uhr) und Werder Bremen (So. 13.15 Uhr).

HSG Bad Wildungen: „Die Ergebnisse sind zweitrangig“, sagt Vipers-Trainerin Tessa Bremmer. Erstmals seit dem Saisonabbruch vor fünf Monaten stehen die Südwaldeckerinnen wieder auf dem Parkett. „Darüber freuen wir uns riesig und wir werden richtig Gas geben, denn beim Athletiktraining kann man keine Emotionen zeigen“, verspricht die 37-Jährige. Allerdings fehlen die Ex-Kirchhoferin Marieke Blase, Neuzugang Larissa Platen und Linkshänderin Jana Scheib verletzungsbedingt.

Der Tabellenzwölfte der vergangenen Bundesliga-Saison weist eine ausgeglichene Transferbilanz auf. Torhüterin Anne Bocka (Göppingen), Erika Rajnohova (Atletico Guardés/Spanien) sowie Miranda Schmidt-Robben und Sabine Heusdens (beide Karriereende) haben den Verein verlassen. Gekommen sind neben Platen (Mainz) die Schweizer Nationaltorhüterin Lea Schüpbach (Paris) sowie Rechtsaußen Kira Schnack und die variabel im Rückraum einsetzbare belgische Nationalspielerin Munia Smits (beide Blomberg-Lippe), die Schwester der DHB-Nationalspielerin und Ex-Viper Xenia Smits.

HSV Solingen-Gräfrath : Der Abbruch der Saison bescherte dem Schlusslicht den Verbleib in der 2. Liga. Im zweiten Anlauf will das Team von Trainerin Kerstin Reckenthäler nun den Klassenerhalt schaffen. Die frühere 18-fache Nationalspielerin, die die Westdeutschen im Oktober 2018 übernahm und im April 2019 in die 2. Liga führte, muss allerdings einen Umbruch bewältigen.

Zehn Spielerinnen haben den Verein verlassen – darunter die Ex-Kirchhoferin Sharelle Maarse, die eine Pause einlegt. Gekommen sind neben der bundesliga-erfahrenen Torfrau Natascha Krückemeier und Linkshänderin Melina Fabisch (beide Beyeröhde) Luca Tesche (Leverkusen), Lara Karathanassis (Bonn) und Linksaußen Cassandra Nanfack (Buchholz-Rosengarten). Geblieben sind Leistungsträgerinnen wie die Rückraumspielerinnen Vanessa Brandt (118 Saisontore) und Mandy Reinartz (113 Tore).

BSV Sachsen Zwickau: Der Dritte der abgelaufenen Zweitliga-Saison gilt als Favorit im Aufstiegsrennen. Ihre Ambitionen unterstrichen die Sachsen dadurch, dass sie Chef-Coach Norman Rentsch mit dem 68-Jährigen Dietmar Schmidt eine Ikone des DDR-Handballs zur Seite stellten. Der frühere Kreisläufer, der auch Geschäftsführer des BSV ist, war Kapitän der Auswahl, die 1980 in der Sowjetunion als einzige deutsche Handball-Mannschaft olympisches Gold gewann.

Zu den Leistungsträgern des Rentsch-Teams zählt neben Katarina Pavlovic und den Ex-Wildungerinnen Petra Nagy und Nadja Bolze Linksaußen Jenny Choinowski. Verstärkt hat sich der BSV mit Kreisläuferin Carlotta Fege, Linksaußen Lena Hausherr (beide Dortmund), der litauischen Nationalspielerin Brigita Ivanauskaite (Rödertal) sowie Rechtsaußen Elaine Rode (Leverkusen). Mit Hausherr, Fege und dem BSV-Eigengewächs Charly Zenner stehen überdies drei Spielerinnen im Kader, die mit der U 16-Nationalmannschaft 2017 Europameisterinnen wurden.

SV Werder Bremen: Der Tabellen-14. der vergangenen Saison könnte in der kommenden für Überraschungen sorgen. „Wir haben einen sehr ehrgeizigen Kader, mit dem wir in der 2. Bundesliga eine gute Rolle spielen können“, sagt Trainer Robert Nijdam, der sich 2019 mit Bayer Leverkusen den Turniersieg in Melsungen sicherte. Der 152-fache niederländische Nationalspieler hat die Bremerinnen im Dezember 2019 übernommen. Vier Abgängen stehen nun fünf Neuzugänge gegenüber. Dabei steht Nijdam eine äußerst junge Mannschaft zur Verfügung. Neuzugang Merle Heidergott (Blomberg-Lippe) ist mit ihren 24 Jahren nach Torjägerin Denise Engelke (140 Treffer) und Spielmacherin Rabea Neßlage die drittälteste Akteurin.

Das Team aus der Hansestadt profitiert von seiner guten Jugendarbeit. Neben U 17-Nationalspielerin Naomi Conze, die im Frühjahr zu Bremens Nachwuchssportlerin des Jahres gewählt wurde, rückt mit Linkshänderin Nina Engel ein weiteres Top-Talent aus der eigenen Jugend auf.

Das Turnier ist ausverkauft. Alle 16 Partien werden im Livestream übertragen auf www.sportdeutschland.tv

Der Spielplan

Freitag: 19 Uhr: SG 09 Kirchhof-HSG Bad Wildungen Vipers .

Samstag: 10 Uhr: HSV Solingen-Gräfrath - SG 09 Kirchhof,
11.15 Uhr HC Rödertal - SV Werder Bremen,
12.30 Uhr: HSG Bad Wildungen Vipers - BSV Sachsen Zwickau, 13.45 Uhr: BVB Dortmund - SV Union Halle-Neustadt,
15 Uhr: HSV Solingen-Gräfrath - HSG Bad Wildungen Vipers,
16.15 Uhr: HC Rödertal - BVB Dortmund,
17.30 Uhr: SG 09 Kirchhof - BSV Sachsen Zwickau,
18.45 Uhr: SV Werder Bremen - SV Union Halle-Neustadt.

Sonntag: 9.30 Uhr: SV Werder Bremen - BVB Dortmund,
10.45 Uhr: BSV Sachsen Zwickau - HSV Solingen-Gräfrath,
12 Uhr: SV Union Halle-Neustadt - HC Rödertal,
13.15 Uhr: SG 09 Kirchhof - SV Werder Bremen,
14.30 Uhr: BVB Dortmund - HSG Bad Wildungen Vipers,
15.45 Uhr: BSV Sachsen Zwickau - SV Union Halle-Neustadt,
17 Uhr: HC Rödertal - HSV Solingen-Gräfrath.
(Marcel Glaser/Sebastian Schmidt)

 


 

07.08.2020

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