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08.11.2019
von
Sebastian Schmidt
 
Wiedersehen für Schaffrick

SG 09 Kirchhof zum Siegen gegen Werder Bremen verdammt

Es gibt Spiele, die kann die SG 09 Kirchhof gewinnen. Es gibt Partien, die sollte das Team von Trainer Christian Denk für sich entscheiden. Und es gibt das Kellerduell in der 2. Handball-Bundesliga mit dem SV Werder Bremen (Sa. 18 Uhr, Stadtsporthalle Melsungen).

„Das ist ein Muss-Sieg“, betont Kreisläuferin Jana Schaffrick und legt nach: „Wir sind besser besetzt als Bremen und wissen, um was es geht“. Denn so sehr die sechs Niederlagen in Serie auch schmerzten: Bis auf das unnötige 21:22 gegen den TVB Wuppertal waren es Ergebnisse, die keine Schande sind. Alle fünf Teams, die gegen Kirchhof siegten, zählen derzeit zu den besten acht der Liga. Das ist bei Werder anders.

Die Norddeutschen sind seit 2015 zweitklassig und kämpfen jedes Jahr um den Klassenerhalt. Neben Schaffrick gingen vor der Serie mit der treffsicheren Halblinken Merle Heidergott (Blomberg-Lippe), Linksaußen Alina Otto (Bad Wildungen), Kreisläuferin Nele Osterthun (Karriereende) und Rückraumspielerin Jennifer Börsen (Pause) ein Großteil der Leistungsträgerinnen, so dass Werder mit nur zwei Punkten dort steht, wo es erwartet wurde. Das ist bei Kirchhof anders.

Kavaliauskaite kehrt zurück

Gut für die SG 09, dass mit Greta Kavaliauskaite im Vergleich zur Lehrstunde im DHB-Pokal gegen Meister SG BBM Bietigheim (15:41) eine Stütze für die Deckung zurückkehrt. Neben der gesetzten Diana Sabljak könnte die Kapitänin der litauischen Nationalmannschaft im Mittelblock starten. „Wenn Greta komplett fit ist, wird sie beginnen“, betont Coach Denk. Seit Dienstag ist die 26-Jährige nach einer Oberschenkelzerrung im Mannschaftstraining.

Und könnte im Angriff von Jana Schaffrick profitieren. „Janas Sperren helfen unserem Rückraum. Sie meistert ihre Herausforderung als unsere einzige Kreisläuferin sehr gut“, lobt Denk die 20-Jährige. Bei ihrem Ex-Verein Bremen war die 20-Jährige zweite Wahl, bei der SG 09 spielt sie stets 60 Minuten. Arbeitsnachweis: 23 Treffer, also mehr als drei pro Partie, und fünf Zeitstrafen. „Ich muss noch konstanter in der Deckung werden“, gibt sie sich dennoch selbstkritisch.

Die wurfgewaltige Lotta Heinrich und die trickreiche Naomi Conze heißen ihre Gegenspielerinnen in der Rückwärtsbewegung. Im Angriff bekommt sie es mit einer alten Freundin zu tun. Lena Thomas, der Abwehrchefin, neben der sie nicht nur bei Werder, sondern zuvor auch beim VfL Oldenburg reifte. Und die nach der Partie bei ihr übernachtet. Noch haben beide keine Wette laufen. Jana Schaffrick findet aber den Gedanken charmant, dass die Verliererin das Frühstück bezahlen muss. Weil sie überzeugt ist, dass Kirchhof der „Muss-Sieg“ gelingt.

 

 


 

08.11.10.2019

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