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16.10.2020
Von Sebastian Schmidt
 
Abwehr stabil, Angriff fehlt Mut

2. LIGA - Kirchhof verliert 19:25

Herrenberg – Herrenberg ist einfach keine Reise wert für die Handballerinnen der SG 09 Kirchhof: Auch im fünften Auswärtsspiel bei der SG H2Ku Herrenberg seit 2016 kassierte der heimische Zweitligist eine Niederlage. Diesmal mit 19:25 (10:14).


„Kämpferisch war das gut, aber spielerisch müssen wir noch zulegen“, sagte SG-Coach Gernot Weiss nach einem Auftritt, der den Grün-Weißen dennoch Mut macht. Mut vor allem, wenn die Löwinnen ihre Leistung aus den ersten sieben Minuten konservieren können. Da stand die Abwehr, da parierte Nela Zuzic prächtig (und wurde von den Gastgeberinnen zur Spielerin des Spiels gewählt) und da landeten vier Würfe in Folge konsequent im Netz. Greta Kavaliauskaite (2), Jana Schaffrick und Katharina Hufschmidt sorgten für eine 4:2-Führung der SG 09.
„Danach hat uns die Durchschlagskraft gefehlt“, haderte Weiss und ließ es nicht als Ausrede gelten, dass Klara Schlegel angeschlagen nur auf der Bank sitzen konnte. Die THC-Leihgabe hatte sich nämlich am Vortag im Drittliga-Spiel mit dem Thüringer HC II am Fuß verletzt. Somit bekam neben Kapitänin Sabljak und Kavaliauskaite diesmal Mariel Beugels den Löwenanteil an Spielanteilen im Rückraum.
Diana Sabljaks Treffer zum 7:7 per Siebenmeter (17.) sollte trotz aller Leidenschaft der letzte Ausgleich bleiben. Zu beständig blieben auf der Gegenseite die Rückraumspielerinnen Lea Neubrander (5), Kerstin Foth (7/6) und Marie-Christine Beddies (4) im Abschluss. Über 12:8 (25.) und 18:13 (39.) kam Kirchhof noch einmal auf 18:16 durch Zerin Oeczelik heran (43.).
Dass es nicht zu einer erfolgreichen Aufholjagd kam, verhinderte ausgerechnet auch Gernot Weiss. „Das nehme ich auf meine Kappe“, ärgerte sich der erfahrene Trainer und erklärte: „Ich wollte aggressiver coachen. Dafür habe ich eine Zwei-Minuten-Strafe kassiert und dann in der Hektik die Spielerin wieder auf die Platte geschickt, die für mich die Strafe absitzen musste.“ Herrenberg kannte in Überzahl keine Gnade und enteilte durch Beddies (2) und Foth binnen zwei Minuten auf 21:16 (46.).
In der Schlussphase gelangen Kirchhof nur noch drei Treffer. „Wir müssen wieder mehr das Risiko suchen. Mit 25 Toren in der Abwehr haben wir unser Ziel erreicht, mit 19 im Angriff gewinnt man natürlich kein Spiel“, sagt Weiss. Und hofft auf mehr Mut über 60 Minuten am Samstag gegen Berlin.
Kirchhof: Siggaard, Zuzic - Oeczelik 1, Schaffrick 3, Harder, Hufschmidt 1, Evjen 1, van der Linden, Sabljak 6/3, Beugels 1, Kamp 2, Kavaliauskaite 4, Schlegel.
SR: Jansen/Hellbusch. Z: 172.
Zeitstrafen: 8:12-Minuten.
Siebenmeter: 6/6:3/3.

 

19.10.2020

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