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26.09.2020
Ralf Ohm
 
20:28 - Kirchhof erst überrannt und dann weggeblockt

Die Wiedergutmachung misslang. Eine Woche nach der Schlappe in Solingen musste sich Handball-Zweitligist SG 09 Kirchhof dem TuS Lintfort mit 20:28 (9:13) geschlagen geben.

Melsungen – Wenn eine Mannschaft 12 Minuten vor Schluss eine Auszeit des Gegners bejubelt, dann ist das ein klares Zeichen dafür, dass sie auf die Siegerstraße eingebogen ist. Wie der TuS Lintfort. Der war mit einem Zwischenspurt auf 23:17 (48.) davon gezogen, so dass ihn nur noch Kirchhofs Trainer stoppen konnte. Für 30 Sekunden und keineswegs nachhaltig. Das wusste auch Gernot Weiss. Eine Wende außer Reichweite ordnete er Schadensbegrenzung an. Immerhin: Die gelang, änderte aber nichts an der 20:28 (9:13)-Heimniederlage des heimischen Handball-Zweitligisten.


„Die Mannschaft hat gekämpft und auch der Wille war da. Wir haben es aber nie geschafft, das aufs Parkett zu bringen, was wir können“, lautete sein ernüchterndes Fazit. Erst patzte seine Abwehr, dann - in zunehmenden und spielentscheidenden Maße - sein Angriff. „Wir haben uns in der Anfangsphase überlaufen lassen“, gestand Rückraumspielerin Schlegel. Das war natürlich auch dem Offensivwirbel des Gastes geschuldet. Der legte los wie die Feuerwehr. Besonders Spielmacherin Prudence Georgette Kinlend. Die machte im steten Wechsel mit ihren Rückraumkolleginnen das Spiel ihrer Mannschaft höllisch schnell und attackierte immer wieder dynamisch die Nahtstellen der porösen SG-Deckung. Und schuf so Räume für die Rückraumrechte Lisa Kunert und Kreisläuferin Jana Willing, die sicher und konsequent abschlossen. „Wir haben den Ball gut laufen lassen“, freute sich TuS-Trainerin Grenz-Klein.

Erst nach Kunerts verwandelten Siebenmeter zum 4:9 (16.) wehrte sich die SG. Beantwortete das TuS-Tempo mit eigener Schnelligkeit, holte dank der treffsicheren Schlegel auf, ohne indes wirklich heran zu kommen. Das verhinderte die hervorragend aufgelegte Torfrau Graefe. Früh warm geworfen, nahm sie beim 9:12 (28.) Rechtsaußen van der Linden einen Tempogegenstoß weg und hielt Sekunden vor der Pause einen Siebenmeter von Diana Sabljak.

Torjägerin Sabljak hatte „rabenschwarzen Tag“

Typisch für Kirchhofs Kapitänin, die „einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte“ (Weiss). Die Hoffnung, dass die Torjägerin wie im letzten Heimspiel gegen Rödertal nach dem Wechsel explodieren würde, erfüllten sich nicht. Also justierte der SG-Coach nach dem 10:16 (35.) seinen Rückraum neu, brachte Greta Kavaliauskaite und Ida Evjen. Auf einmal lief‘s. Vier Tore aus der zweiten Reihe ließen die Gastgeberinnen beim 14:16 (40.) wieder hoffen.

Dann griff Bettina Grenz-Klein ein, konsolidierte ihre Defensive, die danach ihre Blockqualitäten entdeckte. Besonders die eingewechselte Anika Henschel machte ihre Torfrau fast arbeitslos. Auch Klara Schlegel kam nicht mehr durch. Und wusste warum: „Wir haben unsere Angriffe nicht mehr ausgespielt und zu früh abgeschlossen.“ Ein gefundenes Fressen für die Westdeutschen, die mit ihrer unwiderstehlichen zweiten Welle fast jeden Fehler des Gegners bestraften. Wieder wegzogen und schon bei Weiss‘ Unterbrechung wussten, dass ihnen der ersten Saisonsieg nicht mehr zu nehmen war.

Die SG-Tore warfen Schaffrick (2), Hufschmidt (1), Evjen (1), van der Linden (2), Sabljak (4), Beugels (1), Kamp (1), Kavaliauskaite (1), Schlegel (7).

 

26.09.2020

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