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Vereinsgeschichte
75 Jahre sportliche Gemeinschaft
in Kirchhof

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Diese Chronik will keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben. Alle entscheidenden Punkte dürften dem Leser jedoch nahe gebracht werden. Letztlich wird auch zum Ausdruck kommen, dass man den Zielen und Verpflichtungen, nämlich den Sport zu fördern, den Gesang zu pflegen und eine dörfliche Gemeinschaft herzustellen, stets gerecht geworden ist.

 


 

 

 

 

 


Die Gründer des Turnvereins
“Frei Heil Kirchhof”.

 

 

 

 

 



1919: Das erste Vereinsfoto.

 

 

 

 

 



Die Turnriege.

 

 

 

1909

Gründung auf Drängen der Jugend

Viele Gründungen von Sportvereinen wurden zu Beginn dieses Jahrhunderts vollzogen.
Bis zu diesem Zeitpunkt war fast überall bei der Generation, die das Sagen hatte, eine konservative Denkweise vorhanden. Kriegervereine und bestenfalls Gesangvereine hatten in einer dörflichen Gemeinschaft Platz.

So auch in Kirchhof. Als von der Jugend des Dorfes der Wunsch zur Gründung eines Sportvereins ausging, setzte man ihr seitens der älteren Generation harten Widerstand entgegen. Der vorhandene Krieger- und Männergesangverein genügte angeblich für die Kommunikation in unserem kleinen Dorf. Außerdem bestand die Meinung, sicherlich aus Unkenntnis und Voreingenommenheit gegenüber dem Sportgedanken, die Jugend gehe an den Wochentagen ihrem Beruf nach und habe auch noch auf dem Acker viele Möglichkeiten, ihre Muskelkraft zu stählen. All diesen Widerständen zum Trotz bildete sich aus den damals jüngeren Jahrgängen eine kleine Gruppe, die immer wieder auf einen sportlichen Zusammenschluss der Dorfjugend drängte, wobei die Vereinsgründungen in den Nachbargemeinden sicher stimulierend gewirkt haben. Diese jungen Männer, die die Gründung unseres Vereins, trotz der Kritik und des Widerstandes, mit Beharrlichkeit vorbereitet haben, waren die eigentlichen Pioniere des Sportgedankens in Kirchhof. Ihnen besonders zu gedenken ist stete Verpflichtung der nachfolgenden Generationen.

Konrad Pfeiffer widmet sich dem Sport

Als besonderer Förderer der damaligen Bewegung in Kirchhof muss der Maurer Konrad Pfeiffer angesehen werden. Dieser hatte sich im Laufe seiner Wanderjahre dem Sport gewidmet und damit auch Erfahrungen gesammelt. Nach seiner Rückkehr in sein Heimatdorf versuchte er nunmehr, seine Erkenntnisse weiterzugeben und somit auf die Gründung eines Vereins zu drängen. Das Winterhalbjahr 1907/1908 brachte zunächst einen lockeren Zusammenschluss der am Sport interessierten Jugend. Es gründete sich der "Club Gemütlichkeit".

Diese Interessengemeinschaft, ohne Förderer und ohne irgendwelche Finanzmittel, übte sich im Ringen und Stemmen.

Durch Theateraufführungen sorgte man für die Beschaffung von Geldmitteln, die letztlich dem Zweck dienten Turngeräte zu kaufen, um dann einen Turn- und Sportverein zu gründen.

Turnverein Frei Heil Kirchhof

Endlich war es dann so weit. An einem Samstagabend, im Frühjahr 1909, wurde von den Mitgliedern des "Clubs Gemütlichkeit" in einer Mitgliederversammlung die endgültige Gründung eines Turnvereins beschlossen. Zunächst musste geklärt werden, welchem Sportverband man in Zukunft angehören wollte. Als Spitzenverbände bestanden damals die "Deutsche Turnerschaft" (nationale Einstellung) und die "Freie Turnerschaft", getragen durch die Arbeiterbewegung.

Durch geheime Abstimmung wurde dann der "Turnverein Frei Heil Kirchhof" gegründet, der dem Spitzenverband "Freie Turnerschaft" angeschlossen wurde.
Die Zahl der Gründungsmitglieder war kläglich. Nur ganze zehn Männer waren es, die den Grundstein für den Verein legten.

Ihre Namen sollen nachfolgend erwähnt werden:

 

   


Christian Allreitz
Martin Hartung
Konrad Günther
Johannes Rothämel I
Heinrich Berge
Peter Kühlborn
Wilhelm Mänz
Nikolaus Eckkardt
Konrad Kühlborn
Konrad Pfeiffer
 

 
    Erster Vorsitzender wurde Konrad Pfeiffer. Vorturner waren Christian Allreitz und Peter Kühlborn. Vereinslokal war die Gastwirtschaft Zilch.
Kurze Zeit später traten dem Verein Konrad Eckhardt, Konrad Hofmann, Christian Hofmann, Johannes Lengemann, Adam Peter, Konrad Rothhämel, Georg Siegner und Werner Rübenkönig bei.
     


Die Sportplatzfrage ist geklärt.

 

 

 

 

 



Der Sportplatz wird gebaut.

 

  Turnen war die erste Sportart im Verein

Nachdem die Geburtswehen überstanden waren, kam frischer Wind und Bewegung in den Verein. Die Werbung von Mund zu Mund hatte großen Erfolg bei der Jugend. Aufgrund der bescheidenen Verhältnisse, in denen die Menschen damals lebten, war der Verein natürlich auch sehr arm. Er lebte praktisch von den Idealen des Sportgedankens. Besonders ist daher hervorzuheben, dass der Solidaritätsgedanke innerhalb der Vereine der "Freien Turnerschaft" sehr stark war. So ist besonders zu erwähnen, dass von dem Nachbarverein "Freie Turnerschaft Melsungen" freiwillige Hilfe in Form von Geldmitteln, Überlassung von Turngeräten und Gestellung von Vorturnern geleistet wurde. Sporthilfe seitens des Staates gab es in diesen Jahren noch nicht. Auch die Mitgliedsbeiträge konnten sich nur in bescheidenen Grenzen halten: 25 Pfennig monatlich.

Da in den Gründerjahren das Turnen sehr populär war, wurde auch in Kirchhof eine Turnerriege aufgestellt. Man setzte Übungsabende an. Das allgemeine Interesse wuchs ständig, und sehr oft fanden sich bei turnerischen Übungen, die auch im Freien stattfanden, viele Zuschauer ein.

So wuchs der junge Verein, der inzwischen zahlreiche Förderer gefunden hatte, frisch und frei heran.

Die turnerischen Leistungen stiegen beachtlich, so dass der Verein schon bald an zahlreichen Veranstaltungen, z.B. Turnfeste in Besse, Guxhagen und Eiterhagen, erfolgreich teilnehmen konnte.

Doch nach all den schönen Erfolgen und der positiven Entwicklung erhielt der junge Verein die erste Erschütterung (1914). Der Erste Weltkrieg war ausgebrochen. Die jungen Menschen, voller Ideale für die Freiheit und den sportlichen Gedanken, wurden zum Kriegsdienst eingezogen. Der Sportbetrieb kam schließlich gänzlich zum Erliegen.

     


Echte Gemeinschaftsarbeit.
  Gründung Gesangesabteilung und Spielmannszug

Nach dem Wiederbeginn im Jahre 1919 wurde auf Wunsch der Mitglieder die Vereinsarbeit auf breitere Basis gestellt. Es wurde ein Spielmannszug gegründet. Eine Gesangesabteilung wurde ins Leben gerufen. Die Leitung als Dirigent übernahm Johannes Lengemann. Auch diese Abteilung machte gute Fortschritte. Am Totensonntag 1920 erfolgte der erste öffentliche Auftritt. Anlässlich der Einweihung des Gefallenen-Ehrenmals auf dem Friedhof wurde der Veranstaltung durch Liedvorträge ein feierlicher Rahmen gegeben.

 

 

 

1924

weiter Sportverein in Kirchhof

Die politische Entwicklung der 20er und 30er Jahre schlug sich auch im Vereinsleben nieder. So wurde in unserer kleinen Gemeinde im Jahre 1924 ein weiterer Sportverein gegründet. Dieser Verein nannte sich "Turnverein Gut-Heil Kirchhof 1924". Auch dieser Verein hatte sich dem Turnen und der Leichtathletik verschrieben und pflegte später, wie auch der "Turnverein Frei-Heil Kirchhof", das Handballspiel.

Der allgemeine Sportbetrieb der Vereine wuchs - nicht zuletzt durch das Konkurrenzdenken hervorgerufen - ständig. Für Handball und Leichtathletik fehlte es jedoch an einem entsprechenden Sportgelände.

 

 



Herkulesarme lassen den Sportplatz entstehen.

 

 

 

 

 

 



Heinrich Siegner. Er setzte sich für Sport und Gesang ein.

 

1928-
1930

Sportplatzbau

Der "Turnverein Frei-Heil" hatte keine Möglichkeit mehr, den Handballsport zu betreiben. In zahlreichen Versammlungen und Diskussionen stand die Sportplatzfrage immer wieder im Vordergrund. Die Pioniere des Sportplatzbaues fanden ein gemeindeeigenes Grundstück am Mühlengraben. Das Gelände war hügelig, sumpfig und mit Gestrüpp und Bäumen bewachsen. Nach zähen, zahlreichen Verhandlungen wurde dieses Grundstück dem Verein zur Verfügung gestellt. Die Skeptiker belächelten das Vorhaben und bezweifelten die Entstehung eines Sportplatzes an dieser Stelle. Hatte man deshalb seitens der "Gemeindeväter" dieses Gelände hergegeben? Die Initiatoren wurden jedoch hierdurch anscheinend besonders motiviert und schritten unverzüglich zur Tat. Da kein Geld zur Verfügung stand, musste mit der eigenen Muskelkraft, Kreuzhacke, Schippe und Schubkarren, später noch mit ein paar Kipploren, das Werk begonnen werden.

Handball wird gespielt

Herkulesarme waren nötig, um aus diesem Gelände den heute so beliebten Sportplatz zu formen. Man war sich kaum der Schwierigkeiten bewusst, die sich aus den großen Erdbewegungen ergaben. Hinzu kam das Grundwasser, das oft den Plan über den Haufen zu werfen drohte. Alle damaligen Vereinsmitglieder griffen freiwillig zu. Was hier an Wetteifer und Idealismus aufgebracht wurde, überstieg alle Erwartungen. Für die Organisation stellten sich vor allem die Vereinsmitglieder Heinrich Pfeiffer und Konrad Schanze in uneigennütziger Weise zur Verfügung.

Im Sommer 1929 war ein großer Teil der Arbeiten vollendet. Jedoch brauchte man für die Gestaltung der Feinarbeiten (z.B. Bau des heute noch stehenden “Umkleidehäuschens”) noch Zeit bis in das Jahr 1930.

Die feierliche Einweihung dieser unter großen Opfern geschaffenen Sportanlage erfolgte am 5. Mai 1930. Die gesunde und sonnige Lage des Geländes, umgeben von Laub- und Kiefernwaldungen, entspricht allen Voraussetzungen einer gesunden Sportstätte. In den folgenden Jahren wurde der Sportplatz nach und nach noch verbessert.

Immer wieder musste von den Mitgliedern Hand angelegt werden, um Schäden zu beseitigen und den Sportplatz funktionsfähig zu halten. In den Jahren nach der Einweihung herrschte auf dem Gelände ein reger Sportbetrieb. Neben Turnen und Leichtathletik wurde hauptsächlich Handball gespielt.

 

 

 

1933

Gleichschaltung der Vereine

Nach dem relativ kurzen erfolgreichen Wirken des „Turnvereins Frei-Heil 1909 Kirchhof" zeigten sich durch die politischen Ereignisse erneut dunkle Wolken am Horizont. Durch die Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde die Arbeitersportbewegung, die nicht in das Konzept der neuen Machthaber passte, zerschlagen. Der Verein wurde zwangsläufig aufgelöst, das Vereinsvermögen beschlagnahmt und viele Vereinsmitglieder persönlichen Repressalien ausgesetzt.

In Kirchhof bestand ab diesem Zeitpunkt nur noch der „Turnverein Gut-Heil 1924 Kirchhof", dem sich die aktiven Sportler zum Teil anschlossen. Der Sportbetrieb ging weiter. Eine echte sportliche Entfaltung konnte sich jedoch nicht mehr entwickeln.

     
 

1939-
1945

Sport kommt zum Erliegen

Nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges in 1939 kam der Sport völlig zum Erliegen.
Der Sportplatz war - zum Leidwesen seiner Erbauer - schon zum Exerzierplatz umfunktioniert und diente somit vormilitärischer Ertüchtigung. Die Jugend musste wieder in einen Krieg ziehen, der totaler wurde, als man sich zu dieser Zeit überhaupt vorstellen konnte. In 1945 kam der Zusammenbruch.
Der größte Teil der männlichen Jugend kehrte nicht wieder zurück. Sie waren gefallen oder vermisst. Man konnte zu diesem Zeitpunkt kaum den Gedanken hegen, dass ein Wiederaufleben des Sportbetriebes schon bald wieder möglich sei.

     

 

 

1945

Neubeginn in schwerer Zeit

Durch Gesetze und Verordnungen der Militärregierung der Besatzungsmächte war nach dem Zusammenbruch im Mai 1945 vorerst jede Vereinstätigkeit verboten. Erst am 4. Dezember 1945 konnte nach Vorstoß einiger früherer Vereinsmitglieder (Adam Kühlborn, Konrad Schanze) bei der Militärregierung die Genehmigung zur Gründung einer sportlichen Gemeinschaft eingeholt werden.

Dem Aufruf zu einer Gründungsversammlung waren 23 Personen gefolgt.
Dass man in dieser Zeit eine Aufarbeitung der politischen Vergangenheit vornehmen musste, war selbstverständlich.

So ist es besonders lobenswert, dass die Verantwortlichen bei der Wiedergründung alle Bürger der Gemeinde ansprachen und vor allem darauf Wert legten, dass sich die Jugend in einer sportlichen Gemeinschaft zusammenfinden möge.

Man gab dem Verein zunächst den Namen "Turn- und Sportverein" und sah ihn als Nachfolgeorganisation des in 1909 gegründeten Vereins an. Zum Ersten Vorsitzenden wurde Konrad Schanze gewählt. Von nun an begann eine neue Blütezeit im Vereinswirken. Zunächst wurde mit der Instandsetzung des Sportplatzes und der Turngeräte durch die Vereinsmitglieder begonnen. Das Handballspiel wurde wieder zur Hauptsportart gewählt. Jedoch musste zunächst ein Handball beschafft werden, was zur damaligen Zeit große Schwierigkeiten bereitete. Nachdem dieses Problem gelöst war, konnte man im Sommer 1946 eine Handballmannschaft aufstellen und sich an den Meisterschaftsspielen beteiligen. Weiterhin wurde auch mit den traditionellen Sportarten, Geräteturnen und Leichtathletik, begonnen. Leider konnten diese Sportarten bis zum heutigen Tage keine besondere Geltung erreichen.

     

 



Spieljahr 1948/49.
Im Bild: Christian Rübenkönig, Martin Kühlborn, Johann Denk, Albert Schneider, Willi Freudenstein, Adolf Kühlborn, Adam Hartung, Willi Hilgenberg, Franz Lischka, Georg Meurer, Helmut Lesch.

1947

Wiederbeginn der Gesangesabteilung

Am 17. Mai 1947 wurde auch die Gesangesabteilung wieder ins Leben gerufen. Als Dirigent konnte man den Leiter der hiesigen Volksschule - Lehrer Leiske - gewinnen. Der ehemalige Dirigent Johannes Lengemann wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Leider schlugen die Bemühungen fehl, alle Sänger Kirchhofs in dieser Vereinssparte zu integrieren und damit, wie im Sport, zu einer großen Gemeinschaft zu kommen. Der Gesang erfreute sich jedoch, unbeschadet dieser Entwicklung, wieder großer Beliebtheit, zumal in dieser Zeit der Männergesangverein seine Tätigkeit noch nicht wieder aufgenommen hatte.

Dass man den Gemeinschaftsgeist auf diesem Gebiet trotzdem zu fördern willens war, wurde bei dem gemeinsam mit dem Männergesangverein am 27. Mai 1951 erfolgreich veranstalteten Sängerfest deutlich. In den der Wiedergründung folgenden Jahren wurde, durch die aufopfernde Arbeit von Chorleiter Leiske, der Chor gut vorangebracht. Der Gemischte Chor schnitt bei den alljährlichen Wertungssingen sehr gut ab und konnte auch innerhalb der Dorfgemeinschaft den verschiedensten Anlässen durch Liedvorträge ein festliches Gepräge geben.

     

 



Spieljahr 1950: Kirchhof II Kreismeister.
Im Bild: Heinz Zimmermann, Kurt Führ, Willi Friedrich, Albert Dietrich, Heinrich Kühlborn. Knieend: Friedrich Günther, Hans Wambach, Heinrich Hilgenberg. Sitzend: Helmut Dittmar,
Erich Günther, Willi Hilgenberg.

1949

Sportfest anlässlich des 40-jährigen Bestehens

Nachdem die anfänglichen Schwierigkeiten überwunden waren, konnte der Verein im Jahre 1949 seinen 40. Geburtstag feiern. Es wurde aus diesem Anlass ein kleines Sportfest veranstaltet, das zur Zufriedenheit ausfiel.

In den Jahren 1945-1951 wurde der Verein von den Vorsitzenden Konrad Schanze, Konrad Eckhardt, Johannes Schmidt, Erhard Werner und Georg Horn geführt.

In allen betriebenen Sparten machte sich eine positive Entwicklung bemerkbar. Der Verein war inzwischen auf über 100 Mitglieder angewachsen. Anlässlich des 40-jährigen Bestehens konnten die Gründungsmitglieder Johannes Rothhämel I und Werner Rübenkönig zu Ehrenmitgliedern ernannt werden.

   

 

 



Großfeldhandball 1950.

1951

Umbenennung in Sportgemeinschaft
1909 Kirchhof

Die gute Entwicklung zu einer echten sportlichen Gemeinschaft veranlasste im Jahre 1951 die Verantwortlichen, nach einem neuen Vereinsnamen zu suchen. Auf Beschluss der Vereinsmitglieder einigte man sich auf: "Sportgemeinschaft 1909 Kirchhof". Anlässlich des großen Gemeinschaftssängerfestes wurde die noch vorhandene alte Vereinsfahne umgearbeitet und mit dem neuen Vereinsnamen versehen.

Im Jahre 1952 übernahm Konrad Eckhardt erneut den Vereinsvorsitz. Große Erfolge waren in den nun folgenden Jahren zu verzeichnen.

Die Großfeldmannschaft der SG 09 Kirchhof konnte im Spieljahr 1953/54 die Gruppenmeisterschaft der Kreisklasse Gruppe Fuldatal erringen. In der Leichtathletik konnte Heinrich Schmidtkunz im Geländelauf und 3000-m-Lauf gegen stärkste Konkurrenz auf Kreis- und Bezirksebene beachtliche Erfolge erzielen.

     


SG 09 unterwegs.
 

Verein auch als Kulturträger tätig

Im Verein wurde auch wieder eine Theatergruppe gebildet, die auf der alten Tradition der Gründerjahre aufbaute.

Es wurden Laienspiele aufgeführt, die jährlich einen Höhepunkt in der Winterarbeit darstellten. Der Gruppe gesellte sich noch eine Dorfkapelle zu, die die Veranstaltungen umrahmte. Die Laienschauspieler entwickelten sich zusehends zu halben Profis. So wurden auch in vielen Nachbargemeinden Theaterstücke aufgeführt, die immer einen großen Zuspruch hatten. Als besonderer Förderer dieser Gruppe darf hierbei Erhard Werner nicht unerwähnt bleiben. Ebenfalls soll hierbei an unseren leider zu früh verstorbenen Spitzendarsteller Georg Weißkopf gedacht werden.

 

 



Die große Gemeinschaft.

 

 

 

 

 

 

 



1956: Handball in Freundschaft mit Waldau.

 

1953-
1954

Sportplatzerweiterung

Um den sportlichen Belangen Rechnung zu tragen, trat die Diskussion über die Erweiterung des Sportplatzes immer wieder in den Vordergrund. Durch die Bewilligung von 3000,- DM aus Totomitteln konnte der Erweiterungsplan verwirklicht werden. Jedoch mussten auch hier wieder viele freiwillige Arbeitsstunden von den Mitgliedern erbracht werden. Der Platz wurde ca. 10 m verlängert. Neue Tore wurden angefertigt und Sitzplätze für 200 Personen erstellt.

Die wiederum vorbildlich geleistete Gemeinschaftsarbeit ist in erster Linie dem damaligen 1. Vorsitzenden Konrad Eckhardt zu verdanken. Er hat es verstanden, das allgemeine Interesse an dem Vereinsgeschehen zu wecken und somit den Sport außerordentlich zu fördern. Unter seiner Leitung wurde dann im Zusammenhang mit den Erweiterungsarbeiten eine Gedenkstätte für die gefallenen und verstorbenen Sportkameraden errichtet.

Am 1. August 1954 feierte man im Rahmen eines Sportfestes das 45-jährige Bestehen mit der Enthüllung des errichteten Ehrenmals, das als Inschrift die Worte trägt:

Den gefallenen und verstorbenen Kameraden der Gemeinde Kirchhof zum ewigen Gedenken.

                   SG 09 Kirchhof

Leichtathletische Wettkämpfe und Handballspiele wurden durch Gastvereine unterstützt. Die Umrahmung erfolgte durch einige Gesangvereine. Vereinsmitglieder, die auf eine 25- bzw. 40-jährige Vereinszugehörigkeit zurückblicken konnten, erhielten die silberne bzw. goldene Ehrennadel.

Zu Ehrenmitgliedern wurden Wilhelm Dietrich und Konrad Peter ernannt. Für besondere Verdienste im Handballsport wurden Konrad Eckhardt und Hans Schomberg die bronzene Ehrennadel des Hessischen Handballverbandes verliehen. Den Ehrenbrief des Landessportbundes erhielten für vorbildlich geleistete Vereinsarbeit der 1. Vorsitzende Konrad Eckhardt und das langjährige Mitglied Wilhelm Kothe.

     

 



Das Wahrzeichen am Waldsportplatz: Das grün­weiße Hüttchen. Es steht seit 1930.

 



Der Spielbetrieb läuft aufHochtouren.

1955-
1956

Erste Handballmeisterschaft -  erstmals Kreismeister

Das Jahr 1955 brachte den Rücktritt des so geschätzten Vereinsvorsitzenden Konrad Eckhardt. In der Jahreshauptversammlung wurde Heinrich Pfeiffer zum 1. Vorsitzenden gewählt.

Im Spieljahr 1955/56 konnte die I. Handballmannschaft erstmalig die Kreismeisterschaft des Sportkreises Melsungen und somit den Aufstieg zur Bezirksklasse erringen. Nach einjähriger Zugehörigkeit zu dieser Klasse musste die Mannschaft jedoch wieder in die Kreisklasse absteigen. Die damals besonders verdienten Spieler Albert Dietrich, Erich Günther und Georg Meurer erhielten die bronzene Ehrennadel des Hessischen Handballverbandes.

Auch sind die guten Leistungen der Jugendmannschaft, die zu dieser Zeit von Hans Malkus betreut wurde, besonders zu erwähnen. Als Lohn für gute Jugendarbeit wurden der Mannschaft auf einem Sportfest in Melsungen elf grün-weiße Hemden übergeben.

Die Gesangesabteilung erhielt im Jahre 1957, infolge Wohnungswechsels des bewährten Chorleiters Robert Leiske, nun einen Leiter in Lehrer Wolfgang Waßmuth. Der junge Lehrer setzte sich zum Ziel, den Chor auf gesanglichem Gebiet zu noch größeren Leistungen zu führen.

     

 



Kreismeister 1957/58. Im Bild:
1. Vorsitzender Heinrich Horn I,
Heinz Führ, Hans Wambach,
Heinrich Kühlborn, Albert Dietrich, Kurt Siegner, Spartenleiter Hans Schomberg, Friedrich Günther, Heinrich Hilgenberg, Georg Meurer, Erich Günther, Helmut Dittmar. 

 



Jugendhandball 1954. Im Bild:
Josef Schimka,
  Heinz Harbusch, Heinrich Schmahl, Horst-Willi Harbusch, Herbert Wedekind. Knieend: Günter Gute,
Horst Rothhämel, Heinz Wenzel. Sitzend:Christian Hartung,
Heinrich Horn, Karl Siegner.

1958

Breitenarbeit im Verein wird ausgebaut

Im Jahre 1958 übernahm Heinrich Horn I den Vorsitz im Verein. Auch unter seiner Leitung kamen die einzelnen Abteilungen zu weiteren Erfolgen. Im Spieljahr 1957/58 errang die Erste Handballmannschaft erneut die Kreismeisterschaft und spielte ab 1959 wieder in der Bezirksklasse. Auch die Jugendabteilung kam zu weiteren Erfolgen. Die Jugendarbeit erstreckte sich auf Handball, Leichtathletik, Wandern, Zelten, Tischtennis und Schachspiel sowie vielseitige Unterhaltungsabende.

Es wurde auch erstmals eine Schülerabteilung gegründet, die sich ebenfalls sehr rege am Sportgeschehen beteiligte. Der Gemischte Chor hatte 1958 bei dem Wertungssingen in Spangenberg einen guten Erfolg zu verzeichnen, er konnte sich als einer der besten Chöre im Sängerkreis Heiligenberg bezeichnen.

Neben diesen Tätigkeiten hatte der Verein im Jahre 1958 in Anbetracht des bevorstehenden Jubiläumsfestes wieder umfangreiche Arbeiten am Sportgelände zu verrichten. Außer den üblichen Instandsetzungsarbeiten wurde unterhalb des Sportplatzes ein Festplatz geschaffen. Die Zahl der Vereinsmitglieder hatte sich inzwischen auf 157 erhöht.

In zwei Seniorenmannschaften, einer Jugend- und einer Schülermannschaft waren 50 Aktive zusammengefasst. Daneben bestand, wie in all den Jahren zuvor, eine kleine Gruppe von Leichtathleten. Die Gesangesabteilung vertrat den Verein mit einem Gemischten Chor mit 63 Sängerinnen und Sängern. Ferner bestand eine Laienspielgruppe.

 



I. Mannschaft 1959: Vereinsvorsitzender Hein­rich Horn I, Heinrich Hilgenberg, Heinrich Horn II, Heinz Führ, Georg Meurer,
Heinrich Kühlborn, Hans Wambach, Christian Hartung, Horst Rothhämel, Willi Hilgenberg, Albert Dietrich, Friedrich Günther, Spartenleiter Hans Schomberg.



Die Jugend rückt nach.



Spieljahr 1961: Kirchhof II. Im Bild: Richard Führ, Heinrich Schmahl, Günter Gute, Richard Rothhämel,
Karl Führ, Heinrich Schmidtkunz,
Josef Schimka, Rudi Wedekind,
Gerhard Hartung, Heinz Wenzel,
Karl Siegner



Schüler 1959: Ludwig Kühlborn,
Kurt Hufpeld, Gerhard Lohmann,
Hans Kress, Hans-Werner Schomberg, Horst-August Führ, Heinz Schönewolf, Hans-Dieter Werner, Manfred Lohmann, Betreuer Wolfgang Waßmuth.



Jugend1959: Richard Rothhämel, Gerhard Har­tung, Wilfried Rehm,
Karl Führ, Georg Schimka, Richard Führ, Hans Kühlborn, Heinz Wenzel, Hans-Dieter Rübenkönig, Horst-Willi Harbusch, Günter Gute,
Jugendleiter Karl Hetzer.



Kreismeister 1959:
II. Männermannschaft. Im Bild:
 Karl Siegner, Heinrich Schmahl,
Adam Hartung, Herbert Wedekind, Georg Harbusch, Helmut Dittmar, Josef Schimka, Heinz Harbusch, Wolfgang Waßmuth, Hans Wiegand, Heinrich Schmidtkunz.

 

50-jähriges Vereinsjubiläum

Wie bei allen Veranstaltungen des Vereins wurde dem bevorstehenden Jubiläumsfest in der Gestaltung des Programms besondere Sorgfalt zuteil. Es wurde ein Festausschuss gebildet, der für die Vorbereitung und Durchführung des Festprogramms verantwortlich zeichnete. Sollte doch dieses Fest einen Einblick in das Vereinsleben geben und darüber hinaus eine freundschaftliche Begegnung mit Gästen aus nah und fern werden.

Die festlichen Tage wurden vom 27. bis 29. Juni 1959 verbracht. Das Dorf sowie der Sport- und Festplatz befanden sich im festlichen Gewand. Am Sonnabend, dem 27. Juni 1959, wurde mit einem Schülerturnier des Fest auf dem Sportplatz eingeleitet. Um 20.00 Uhr begann der Festkommers im Festzelt. Umrahmt wurde der Abend von der Festkapelle, dem Männergesangverein 1896 Kirchhof sowie dem Gemischten Chor. Weiterhin führte die Laienspielgruppe das von Julius Müller geschriebene Stück "Eine Vereinsgründung" auf.

Der 1. Vorsitzende Heinrich Horn I konnte 1.000 Gäste auf dem herrlich gelegenen Festgelände begrüßen.

Für 40-jährige Vereinszugehörigkeit wurden Wilhelm Kothe, Heinrich Worst, Konrad Schanze, Heinrich Siegner, Johannes Führ, Georg Horn, Adam Hofmann und Christian Schomberg zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Für 25-jährige Mitgliedschaft erhielten Heinrich Fischer, Hans Schomberg und Heinrich Rode die Ehrennadel in Silber.

Die einzigen noch lebenden Mitgründer des Vereins, Johannes Rothhämel (Kirchhof), Christian Allreitz (Erfurt) Nicolaus Eckhardt (Bochum), wurden besonders geehrt.

Ein toller Gastgeber

Grüße und Glückwünsche wurden überbracht von: Bürgermeister Heinrich Schmoll für die Gemeinde, 1. Vorsitzender Karl Gerke für den Sportkreis, 1. Vorsitzender Julius Müller für den Sängerkreis Heiligenberg, Kreisfachwart Hans Jäger für den Kreishandball-Verband. Ebenfalls überbrachten die Vorsitzenden der Gastvereine Männergesangverein 1896 Kirchhof, FTSV Kehrenbach, Turn- und Sportverein Quentel und TSV Jestädt herzliche Glückwünsche.

Eine besondere Ehrung erfuhren:
1. Vorsitzender Heinrich Horn I, Große Urkunde des Sportkreises Melsungen; 2. Vorsitzender Erhard Werner, Sängerehrennadel; Handballfachwart Hans Schomberg, silberne Ehrenurkunde des Hessischen Handballverbandes.

Am Sonntag, den 28. Juni 1959 gab es einen Weckruf des Spielmannszuges Malsfeld.
Nach dem Festgottesdienst im Festzelt erfolgte eine Kranzniederlegung am Ehrenmal. Vormittags standen leichtathletische Wettkämpfe mit 50 Teilnehmern auf dem Programm. Nachmittags bewegte sich ein großer Festzug mit etwa 15 vertretenen Vereinen und vielen Ehrengästen, wie Kreistagsvorsitzender Franz Baier, Kreisbeigeordneter Erich Vollmer und Sportkreisvorsitzender Karl Gerke, durch das Dorf in Richtung Sportplatz. Das Programm am Nachmittag war mit Hand- und Fußballspiel, Schauturnen sowie gesanglichen Darbietungen ausgefüllt. Mit Tanz und Volksbelustigung blieb man bis spät in die Nacht auf dem Festgelände.

Am Montag, den 29. Juni 1959 standen die Schulen von Günsterode, Kehrenbach und Kirchhof im Mittelpunkt des Geschehens. Nachmittags gestaltete man ein Kinderfest. Und abends feierten die Unentwegten den Ausklang dieses Festes in fröhlicher Runde. Man konnte nach dem Fest eine erfreuliche Bilanz ziehen. Diese Jubiläumsveranstaltung war in organisatorischer, sportlicher und finanzieller Hinsicht ein voller Erfolg.
Die Sportgemeinschaft 1909 war ihren zahlreichen Gästen ein guter Gastgeber.
Das Ansehen des Vereins wurde weiter gestärkt, und nicht zuletzt hatte man mit zur Popularität der zu dieser Zeit aufstrebenden Fremdenverkehrsgemeinde Kirchhof beigetragen.

     


Den Vorsitz des Vereins führt Heinrich Horn I, Schriftführer und Kassenwart ist Hans-Martin Horn, Handballfachwart Hans Schomberg. Für den gemischten Chor zeichnet der 2. Vorsitzende Erhard Werner verantwortlich. Chorleiter ist Lehrer Wolfgang Waßmuth. Alle Vereinsmitglieder kommen zum Fototermin 50 Jahre.

 


 



Schülermannschaft 1961. Im Bild: Hans Kress, Heinz Schönewolf, Manfred Lohmann, Gerhard Lohmann, Ludwig Kühlborn, Betreuer Wolfgang Waßmuth, Wolfgang Hetzer,
Robert Metz, Kurt Hupfeld,
Walter Schomberg, Horst Lohmann.

1960

Gymnastikgruppe wird gegründet

Nach dem festlichen Jahr 1959 hatte das Selbstbewusstsein bei der „SG 09" erheblich gewonnen. Neue Aktivitäten griffen Platz.
So wurde von 15 weiblichen Mitgliedern eine Gymnastikgruppe gebildet. Kreisfrauenwartin Wagner hielt die erste Übungsstunde ab.
Zur Frauenwartin wurde Marlis Rübenkönig (Schmahl) gewählt. Sprungseile, Keulen und Gymnastikbälle wurden angeschafft. Lehrer Waßmuth legte als Schülerwart mit seinen Schülern einen guten Grundstein für den Handballsport und die Leichtathletik. Die sportliche Begeisterung wurde jetzt schon bei den Kleinsten geweckt.

 



Kreismeister 1964:
I. Männermannschaft.



Die I. Männermannschaft nach einem Lokalderby auf der Freundschaftinsel in Melsungen. Endlich einmal ein Kirchhöfer Sieg. (9:5)

 

30 Jahre Handballspiel in Kirchhof

Anlässlich der errungenen Kreismeisterschaft der Zweiten Handballmannschaft in der Gruppe der Reserven fand eine kleine Feierstunde statt. Kreisfachwart Hans Jäger überbrachte Glückwünsche für die Mannschaft. Er überreichte gleichzeitig eine Urkunde des Hessischen Handballverbandes für "30 Jahre Handball in Kirchhof".

Da Kirchhof sich im Handball inzwischen einen guten Namen erworben hatte, zeigte der Kreishandballverband seine Verbundenheit dadurch, dass er den Kreishandballtag 1960 in Kirchhof abhielt. Der Gemischte Chor umrahmte die Tagung mit einigen Liedvorträgen.

Das sportliche Treiben in Kirchhof wurde im August 1960 durch einen tragischen Sportunfall überschattet. Der vorbildliche Handballer Willi Hilgenberg verstarb an den Folgen eines Sportunfalls. Er war bei einem Turnier in Mosheim mit einem Gegenspieler zusammengeprallt und hatte sich dabei verletzt. Nach anfänglicher Genesung von diesem Unfall musste nach einigen Tagen, wegen innerer Blutungen, eine Operation vorgenommen werden, die er nicht überlebte. Unter großer Anteilnahme aller Spitzen des Sports und vieler Sportkameraden aus nah und fern wurde Willi Hilgenberg zu Grabe getragen.

     

 



Die Theateraufführungen wurden in den 50er Jahren sehr groß geschrieben, z. B. “Das Köh­lerkind vom Wildbachgrund” oder “Der Erbförster” sind noch nicht vergessen. Die damaligen Laienspieler, an der Spitze Erhard Werner, sorgten für Begeisterung. Sie spielten immer vor großen Kulissen.

1961

Willi-Hilgenberg-Gedächtnistunier

Am 14. Mai 1961 wurde auf dem Waldsportplatz ein "Willi-Hilgenberg-Gedächtnisturnier" ausgetragen. Es beteiligten sich 16 Mannschaften. Im Namen aller Teilnehmer wurde vom Vereinsvorsitzenden am Grabe von Willi Hilgenberg ein Kranz niedergelegt.

Der Gemischte Chor sang zwei Lieder, anschließend begab man sich nach einem Schweigemarsch durch das Dorf wieder auf den Sportplatz.

 



Und wieder wird am Waldsportplatz Hand angelegt.



Großfeldhandball 1960.

 

Schulhof wird Trainingsplatz

Um in den Wintermonaten auch abends trainieren zu können - Sporthallen gab es noch nicht -, wurde der Schulhof zum Trainingsplatz ausgebaut. Nach der Ostseite hin wurde ein Fangnetz und ein Kleinfeldtor aufgestellt.
Zwei Lampen, an Drahtseilen über dem Platz befestigt, sorgten für die Ausleuchtung. Die aktiven Sportler legten beim Ausbau dieses Provisoriums mit Hand an. Es herrschte in den Abendstunden ein reger Trainingsbetrieb.
Im Jahre 1961 wurde der Verein im Vereinsregister beim Amtsgericht eingetragen. Die Firmierung lautete nun: "Sportgemeinschaft 1909 Kirchhof e. V.". Diese Maßnahme wurde aus haftungsrechtlichen Gründen erforderlich. Die Satzung musste aus diesen Gründen ebenfalls geändert werden. Vorstandswahlen fanden ab diesem Zeitpunkt alle zwei Jahre statt. In der Jahreshauptversammlung 1961 wurde der ehemalige Chorleiter Robert Leiske zum Ehrenmitglied ernannt. Katharina Siegner und Karl Stünkel erhielten für 40-jährige Vereinszugehörigkeit ebenfalls die goldene Ehrennadel und wurden Ehrenmitglieder.

 



Großfeldhandball 1970.

 

SG 09 Kirchhof ein vielseitiger Verein

Eine Pressenotiz mit dieser Schlagzeile schilderte treffend die Entwicklung der SG 09. In Kirchhof hatte man die glückliche Verbindung zwischen Spiel, Sport und Gesang, die sich auch auf das kulturelle Leben der Gemeinde auswirkte.
Drei Handballmannschaften, eine starke Leichtathletikabteilung, eine Gymnastikgruppe und die Gesangsabteilung wirkten aktiv und sorgten damit auch für die erfolgreiche Fortentwicklung des Vereins. Die Erste Handballmannschaft behauptete sich weiter in der Bezirksklasse. Im Jahre 1963 übernahm Herbert Wedekind den Posten des Ersten Vorsitzenden. Auch unter seiner Führung wurden die Aktivitäten kontinuierlich weiterentwickelt.
Aus beruflichen Gründen musste Wedekind die Tätigkeit schon nach einem Jahr wieder aufgeben. Ihm folgte in der Vereinsführung Fritz Gießler, der dieses Amt bis Ende 1967 bekleidete.

     

 



Bei den Hessischen Bestenkämpfen der Leichtathleten im Jahre 1967 wurde die 4x100-m-Staffel der SG 09 Kirchhof in 56,6 Sekunden 4. Sieger. Diese Mädchen: Renate Pfeiffer, Gertrud Kaspar, Waltraud Hartung, Margret Kehl gaben den Anstoß, eine Handballfrauenmannschaft ins Leben zu rufen.

1965-
1966  
 

Bau einer Duschhalle

Der allgemeine Fortschritt durfte auch an der SG 09 nicht vorbeigehen. Der Wunsch, eine moderne Dusch- und Umkleidehalle zu erstellen, wurde erfüllt. Als Standort wurde das Gelände unterhalb des Festplatzes gewählt.

Die Gemeinde beschaffte die Materialien.
Alle handwerklichen Arbeiten wurden von den Vereinsmitgliedern verrichtet.

Ein großes Stück Gemeinschaftsarbeit führte wiederum zur Verwirklichung eines Bauwerks. In dem Haus wurden zwei große Umkleideräume mit jeweils anschließendem Wasch- und Duschraum geschaffen. Weiterhin wurde eine Toilettenanlage in dem Gebäude untergebracht. Auf die Versorgung mit Warmwasser und Elektroheizung musste man jedoch noch bis in das Jahr 1971 warten.

 

 

 



Die Initiatoren † Hans Schomberg und † Karl Kuppstadt gründen eine Frauenmannschaft.

1966

Damenhandball beginnt

Nachdem bereits in Gensungen eine Damenhandballmannschaft gegründet war, rief man auch in Kirchhof eine Mannschaft ins Leben. Initiatoren waren Spartenleiter Hans Schomberg und Karl Kuppstadt, der gleich mehrere Töchter mit in den Verein brachte. Karl Kuppstadt, der als Klasse-Handballer bereits einen guten Namen hatte, übernahm das Training. Es wurde auf dem Kleinfeld und später in der Halle gespielt. Die Skepsis gegenüber dem Damenhandball war in dieser Zeit noch groß, jedoch sollte sich schon bald beweisen, dass diese Mannschaft ein Aktivposten in der Vereinsgeschichte der SG 09 Kirchhof werden sollte. Schon im ersten Jahr des Spielbetriebes wurde die SG 09 auf dem Kleinfeld Kreismeister.

Zusehends wurde der Hallenhandballsport populärer. In Melsungen, Gensungen, Felsberg und später noch in Ostheim wurden große Sporthallen gebaut. Der Spielbetrieb lief in den Wintermonaten in gut organisierter Form in allen Spielklassen ab. Man erfreute sich einer guten Zuschauerresonanz. Im Jahre 1968 meldeten fast alle handballtreibenden Vereine eine Damenmannschaft. In der Feldsaison 1968 beteiligten sich 13 Mannschaften in zwei Gruppen. Die Damen der SG 09 wurden auch in diesem Jahr wieder Kreismeister. Als zweiter der Bezirksmeisterschaft nahmen die Kirchhöferinnen an einer in Turnierform ausgespielten Hessenmeisterschaft auf der Freundschaftsinsel in Melsungen teil. Es folgte nun eine stete Aufwärtsentwicklung, die den Spielerinnen, den Verantwortlichen und der gesamten Ortsbevölkerung noch viel Freude bereiten sollte. Die Männer kamen dabei in die Gefahr, etwas in den Schatten zu geraten. Nach dem Abstieg in die Kreisklasse versuchten die Grün-Weißen jedoch mit verjüngter Mannschaft den Wiederaufstieg zu schaffen.

     

 

 

1968

Heinrich Horn II wird Vorsitzender

Der Verein hatte inzwischen nahezu 200 Vereinsmitglieder. Zum neuen Vorsitzenden wurde in der Jahreshauptversammlung 1968 Heinrich Horn II gewählt. Neue große Vorhaben der Gemeinde wurden in dieser Versammlung den Teilnehmern von Bürgermeister Heinrich Pfeiffer angekündigt: Bau einer Mehrzweckhalle neben der Schule und Umbau des Waldsportplatzes. Beide Maßnahmen waren geprägt von dem Ziel, der Jugend maximale Übungsstätten zu bieten. Die Gemeinde rechnete hierbei jedoch auf kräftige Hilfen seitens des Landes und des Kreises.
Kirchhof wollte mit diesen Maßnahmen die soziale Aufrüstung des Dorfes ein weiteres Stück vorantreiben.
Es bedurfte selbstverständlich seitens der Gemeindevertretung eines gewissen Mutes, solche großen Projekte zu verwirklichen.

In der Jahreshauptversammlung wurde Hans-Martin Horn als Kassierer und Schriftführer verabschiedet und ihm Dank und Anerkennung für über 15-jährige Tätigkeit in diesen verantwortungsvollen Ämtern ausgesprochen. Ebenfalls wurde dem inzwischen nach Spangenberg versetzten Chorleiter Wolfgang Waßmuth Dank ausgesprochen für über 10-jährige Tätigkeit als Chorleiter. Zum Nachfolger wurde Franz Purkart gewählt. Purkart leitete zu dieser Zeit bereits den Männergesangverein 1896 Kirchhof. Diese Doppelfunktion, die Franz Purkart nun einnahm, sollte zur positiven Entwicklung des Gesangs in Kirchhof beitragen. Die kooperative Zusammenarbeit beider Gesangsgruppen wurde gefestigt.
Die Leistungen des Gemischten Chores, der immer wieder zu den vielfältigsten Anlässen innerhalb der dörflichen Gemeinschaft auftrat, entwickelten sich weiter. An Wertungssingen und vielen Sängerfesten wurde jährlich teilgenommen. Eine gute musische Veranlagung und praktisches Können zeichneten Franz Purkart besonders aus und lassen das Singen zur Freude werden.

     

 

  1969

Sechzigster Geburtstag der Sportgemeinschaft

Mit einem kleinen Sportfest wurde im Juni 1969 das 60-jährige Bestehen der SG 09 Kirchhof gefeiert. In einer Feierstunde im Saal der Gastwirtschaft Schomberg bescheinigte Landrat Baier dem Verein, dass er stets mit der Zeit gegangen wäre und insbesondere Wegbereiter im Frauenhandball sei.

Bürgermeister Pfeiffer stellte erneut fest, dass die SG 09 in den 60 Jahren ihres Bestehens das kulturelle Leben in Kirchhof maßgeblich beeinflusst habe. Es wurde von ihm, unter Anspielung auf die geplante Sportplatzerweiterung, auch festgestellt, dass die Eigenhilfe der Vereinsmitglieder nicht mehr ausreiche und somit die Kommunen finanziell gefordert seien. In dieser Feierstunde wurden dann auch Beihilfebescheide des Landes Hessen durch den Landrat an den Bürgermeister überreicht. 50.000,- DM für den Sportplatzbau und 120.000,- DM für den Bau der Mehrzweckhalle. Eine angemessene Kreisbeihilfe stellte der Landrat in Aussicht. Das Fest klang wiederum mit vielen sportlichen Darbietungen aller Vereinssparten harmonisch aus.

 

 

Die Duschhalle wird in Eigenleistungen erbaut.

 

1969-  1970

Sportplatzumbau

Im September 1969 ging endlich der Wunsch der Sportler und großer Teile der Gemeindebevölkerung in Erfüllung. Mit dem Umbau des Sportplatzes wurde begonnen und der Grundstein für den Bau der Mehrzweckhalle (DGH) wurde gelegt. Umfangreiche Vorbereitungs- und Planungsarbeiten waren erforderlich, um diese doch umfangreichen Bauwerke zu verwirklichen.

Bezüglich der Verlegung des Sportplatzes in die Nähe der Mehrzweckhalle, was ohne Zweifel auch seine Vorteile gehabt hätte, wurde sich jedoch für den Erhalt des Waldsportplatzes entschieden. Nicht zuletzt wollte man sicher den Vätern dieses Platzes eine Referenz erweisen, hatten doch sie im Schweiße ihres Angesichts diese herrliche Anlage geschaffen. Heute wissen wir, dass die Entscheidung richtig war. "Der Väter Geist" erfuhr seine Würdigung und die schöne Waldsportplatzanlage erfreut sich bis heute großer Beliebtheit.

Bezüglich des Spielbetriebes während des Sportplatzumbaues wurde mit dem Nachbarverein Kehrenbach vereinbart, deren Platz bis zur Wiederinbetriebnahme unseres Sportplatzes zu benutzen. Man war sehr froh über die Zusage der Kehrenbacher.
1976/77 konnte man sich bereits revanchieren, da der FTSV Kehrenbach ebenfalls seinen Sportplatz umfangreich umbaute und daher die Fußballspiele in Kirchhof abwickelte. Aus der Not geboren, entstand zusätzlich auf der Wiese Hupfeld, gleich neben der Kehrenbachbrücke (heute Haus Familie Reinhold Dittmar), ein Kleinspielfeld, auf dem die Jugend- und Damenmannschaften trainierten.

     
   

Damenhandballmannschaft hat erste internationale Begegnungen

Nachdem die Leistungsstärke der Handballmädchen immer größer wurde und man inzwischen auf Bezirksebene spielte, wurden die ersten internationalen Verbindungen angeknüpft. Gemeinsam mit den Sportlerinnen des FSK Lohfelden unternahm man eine Nordlandfahrt über Dänemark nach Schweden. In Stockholm, Göwle und Ljusdal wurden Handballspiele erfolgreich ausgetragen.

Für die Teilnehmerinnen wurde diese Fahrt zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Die Leistungen stiegen ständig und somit auch der Bekanntheitsgrad. Die Teilnahme an einem gut besetzten Handballturnier in Kaiserslautern brachte dieses zum Ausdruck. Ein weiteres großes Ergebnis hatte die Mannschaft dann im Januar 1971. Nach kameradschaftlichem Zusammensein hatte man mit der Spitzenmannschaft der jugoslawischen Staatsliga aus Trogir ein Spiel in der Melsunger Schlothhalle. An dem konstanten Leistungsanstieg hatte nicht zuletzt der Trainer Karl Kuppstadt erheblichen Anteil.

     

 

 

1970

In der Jahreshauptversammlung am 24. Januar 1971 konnte Vereinsvorsitzender Heinrich Horn II seiner Freude Ausdruck geben darüber, dass nunmehr das DGH fertig gestellt sei. Die neu geschaffene Begegnungsstätte, auch als "Jahrhundertwerk der Gemeinde" bezeichnet, stehe nun der gesamten Ortsbevölkerung zur Verfügung. Man war sich aber auch dessen bewusst, dass die erstellten Räumlichkeiten zur besseren Entfaltung des Vereinslebens dienten. Heinrich Horn rief der Jugend zu, von dem Angebot regen Gebrauch zu machen und die Räume mit Leben zu erfüllen.

In der Halle wurden dann auch gleich die ersten großen Veranstaltungen abgehalten. Kirmes, Wintervergnügen des Vereins, Kinderfasching, Handballtraining auf ein Tor, Gymnastik und Tischtennis wurden in angesetzten Übungsstunden durchgeführt. Entsprechende Turngeräte standen jetzt auch zur Verfügung.

     

 

 

1971

Waldsportplatz wird seiner Bestimmung übergeben

Nachdem die Gemeinde Kirchhof durch die Gebietsreform nun ein Stadtteil von Melsungen geworden war (1. Februar 1971), übergab man am 13. Juni 1971 den generalüberholten Sportplatz wieder seiner Bestimmung.

Zu der festlichen Veranstaltung mit vielen sportlichen Darbietungen konnte der 1. Vorsitzende Heinrich Horn über 400 Zuschauer begrüßen. Der Gemischte Chor der SG 09 eröffnete die Einweihungsfeier mit dem Lied: "Zuvor nun lasst uns grüßen".

Heinrich Horn dankte allen, die mitgeholfen hatten, diese umfangreichen Instandsetzungsarbeiten zu vollbringen. Bürgermeister Dr. Appell beglückwünschte den Verein und bekundete seine künftige Verbundenheit mit der SG 09. Der frühere Bürgermeister Heinrich Pfeiffer stattete den Personengruppen, auf die sich der gegenwärtige gute Stand der Sportgemeinschaft gründe, seinen besonderen Dank ab: den "alten Pionieren", die das sportliche Leben so tatkräftig in Gang setzten, denen, die es nach dem Kriege weiterführten, und denen, die es in den letzten Jahren energisch vorangetrieben hätten. Sportkreisvorsitzender Klobes lobte einmal mehr den Gemeinschaftsgeist in Kirchhof.
Bei dieser festlichen Veranstaltung wurden folgende Ehrungen vorgenommen: Für über
40-jährige Vereinszugehörigkeit erhielten die goldene Ehrennadel Christian Berge, Konrad Gute, August Horn und Heinrich Wedekind.
Für über 25-jährige Mitgliedschaft die Ehrennadel in Silber Heinz Braun, Adam Hartung, Martin Hartung, Hans-Martin Horn, Adam Kühlborn, Helmut Lesch, Georg Meurer, Heinrich Pfeiffer, Karl Rübenkönig, Christian Wagner, Erich Günther, Karl Hetzer und Franz Lischka.

   
    Volkswandern

Die Menschen hatten nach der großen Technisierungswelle der 50er und 60er Jahre die Natur wiederentdeckt. Allerorts fanden Waldläufe und Volkswandertage statt. So wurde auch in Kirchhof diesen Wünschen Rechnung getragen.

Am 17. Oktober 1971 fand ein Volkswandertag statt. Die Veranstaltung fand gute Beteiligung. 12 km betrug die zu wandernde Strecke.
Auf halbem Wege wurden zur Stärkung Bratwürste und Getränke gereicht.
Jeder Teilnehmer erhielt eine Plakette, die auch zu einer Verlosung am Ziel berechtigte.
Der Hauptgewinn war ein Klappfahrrad.

     

 



Kreismeister 1974.

1972

Liederabend im großen Saal der Mehrzweckhalle

Durch die jetzt vorhandenen Räumlichkeiten konnte im Jahre 1972 ein gut besuchter Liederabend im DGH ausgerichtet werden.
Man registrierte "25 Jahre Gemischter Chor" nach der Wiedergründung. Aus den Nachbarorten Adelshausen, Günsterode und Kehrenbach waren die Chöre als Gäste geladen. Gute Chormusik wurde an diesem Abend geboten. Funktionsträger des Sängerkreises mit Sängerkreisvorsitzenden und Präsident des Mitteldeutschen Sängerbundes Waltari Bergmann waren als besondere Gäste zugegen. Unserem Chor wurden viele lobende Worte für seinen Leistungsstand und die Ausrichtung des schönen Abends zuteil.
Elise Wiegand, Johannes Führ, Jakob Rauschenberg, Heinrich Siegner und Heinrich Worst erhielten die goldene Ehrennadel für
50-jährige aktive Sängertätigkeit.

     
   

Aufwärtsentwicklung im Handball geht weiter

Im Damenhandball wurde die Bezirksmeisterschaft errungen und Kirchhof spielte nun in der Verbandsliga. Der Hallensport wurde immer attraktiver. Die Heimspiele unserer I. Damenmannschaft wurden in der Kreissporthalle in Gensungen ausgetragen.

In der Gensunger Halle wurde auch im Rahmen einer großen Spiel- und Sportschau den Handballerinnen für besondere Leistungen die silberne Ehrenplakette des Kreises verliehen.

Inzwischen hatte sich auch eine Schüler-, Jugend- und Zweite Damenmannschaft gebildet. Auch bei den Männern wurde in allen Klassen, sogar bei den "Alten Herren", fleißig Handball gespielt.
In der Jahreshauptversammlung 1973 konnte Vorsitzender Horn wieder zahlreiche Mitglieder für über 25-jährige Vereinszugehörigkeit auszeichnen. Es waren dies: Else Bail, Marianne Denk, Ursula Hartung, Anneliese Hetzer, Anna Hofmann, Katharina Horn, Anna Stünkel, Hilde Weinreich, Johann Denk, Helmut Dittmar, Heinrich Horn I, Adolf Kühlborn, Johannes Rothhämel und Erhard Werner. Elise Wiegand wurde zum Ehrenmitglied ernannt.

     

 

 

1973-
1974 

Vereinsarbeit wird schwieriger

Die Massenmedien sowie die Automobilisierung wirkten sich auf fast alle Vereine negativ aus. Der Besuch von Versammlungen, der Vereinsvergnügen und sonstigen Sportveranstaltungen wurde immer geringer. Es bedurfte daher erhöhter Anstrengungen der jeweils verantwortlichen Vereinsführung, durch organisatorische Maßnahmen das Vereinsleben weiterhin positiv zu gestalten. So wurden zum Beispiel die Mitglieder durch Rundschreiben informiert, die Mitgliedsbeiträge durch Bankeinzug kassiert. Die Serienspiele sowie die Teilnahme an Turnieren wurden von den Mannschaften vorbildlich absolviert.

Unser lang verdienter Handballspartenleiter Hans Schomberg wurde für vorbildliche ehrenamtliche Tätigkeit im Handballsport mit der silbernen Ehrenplakette des Kreises ausgezeichnet.

   
   

SG 09 Damen steigen in die Regionalliga auf

Im August 1974 stieg die Erste Damenmannschaft in die Regionalliga Südwest auf. Es war dies zu dieser Zeit die höchste Spielklasse im deutschen Frauenhandball.

Durch Fleiß und Aufopferung wurde diese schöne Leistung erbracht. Die Männer der "Ersten Stunde", Karl Kuppstadt und Hans Schomberg, konnten stolz auf diesen Erfolg sein. Hatten sie doch mit Sportkamerad Ploch aus Gensungen den Grundstein für den Frauenhandball im Sportkreis Melsungen gelegt.

Mit diesen Erfolgen der Kirchhöferinnen erfuhr der Damenhandball in der Breite einen ungeahnten Aufschwung. Die Betreuung unserer Mannschaft musste nunmehr auf breiterer Ebene erfolgen. So wurde Karl Kuppstadt ein Trainerassistent in Horst Schade beigegeben.

Karl Siegner hatte seit 1968 die Aufgabe des Betreuers inne.

   
    Kirchhof Jugendbezirksmeister

Nachdem vorwiegend die Damen unseres Vereins in den vergangenen Jahren für Schlagzeilen gesorgt hatten, gelang es der
A-Jugend im Großfeld die Jugendbezirksmeisterschaft zu erringen, und man nahm somit an den Spielen zur Hessenmeisterschaft teil.

Die weibliche A-Jugend und die weibliche B-Jugend wurden im Spieljahr 1974/75 Kreismeister. Für die SG 09 also ein toller Erfolg in den Reihen des Nachwuchses.
Zu dieser Zeit stellte der Verein acht Handballmannschaften. Marianne Kuppstadt war Hessenauswahlspielerin und gehörte zum erweiterten Kader der Junioren-Nationalmannschaft des deutschen Handballbundes.

     

 

  1975-1976

Geselliger Teil kam nie zu kurz

In all den Jahren des aktiven sportlichen Wirkens kam auch der gesellige Teil nie zu kurz. Viele Bus- bzw. Mehrtagesfahrten mit der Bahn wurden durchgeführt.

Die Gesangesabteilung veranstaltete fast jährlich mit dem Männergesangverein gesellige Abende mit ihren Familienangehörigen. Grillabende und verschiedene Siegesfeiern gaben immer wieder die Möglichkeit, die Kameradschaft zu fördern und somit das Zusammengehörigkeitsgefühl im Verein zu festigen.

In der Jahreshauptversammlung 1976 gab es einen Wechsel in der Vereinsführung.
Neuer 1. Vorsitzender wurde Hans-Dieter Rübenkönig.
Für 25-jährige Vereinszugehörigkeit erhielten die silberne Ehrennadel: Heinrich Kühlborn, Heinrich Hilgenberg, Heinrich Stahl, Hans Führ und Rudi Wedekind. Karla Kuppstadt, die jüngste Tochter von Karl Kuppstadt, wechselte nun auch zur SG 09.

   
    Damenmannschaft Hessenmeister

Die I. Damenmannschaft errang in der Hallenrunde 1975/76 die Hessenmeisterschaft. Von den Spitzenfunktionären aus Sport und Politik erhielt die Mannschaft herzliche Glückwünsche zu diesem Erfolg. Bei dem hohen Leistungsstand der Damenmannschaft wurde man auf die Spitzenspielerinnen aufmerksam. Karla Kuppstadt wurde in die deutsche Nationalmannschaft berufen.

Marianne Kuppstadt, Sigrid Weber und Regina Hennek gehörten zum Kader der Hessenauswahl. Auch auf dem Kleinfeld wurde im Jahre 1976 die Hessenmeisterschaft erreicht. 1976/77 spielte Kirchhof wieder in der Regionalliga. Beim Ball des Sportes, ausgerichtet vom Schwalm-Eder-Kreis, erhielt die Spielerin Karla Kuppstadt als Nationalmannschaftsmitglied die Ehrenplakette des Kreises in Gold.

     

 

 

1977-
1978

Aufstieg in die Bundesliga

Beim Verfassen dieser Zeilen kommt man nicht umhin, dem Damenhandball das besondere Augenmerk zu schenken. Kaum ein Jahr in der Regionalliga, wurde nun der Aufstieg in die höchste deutsche Klasse des Frauenhandballs geschafft. Die Begeisterung über den Erfolg kannte kaum Grenzen. Der Mannschaft wurde vor dem Rathaus in Melsungen ein triumphaler Empfang bereitet. Etwa 600 Menschen hatten sich auf dem Rathausvorplatz eingefunden, um der großen Gratulationscour beizuwohnen. Zahlreiche Glückwünsche wurden dem Verein entgegengebracht. Landrat Franke beglückwünschte die SG 09  und zeigte sich stolz darüber, dass im Schwalm-Eder-Kreis nun die erste Bundesligamannschaft bestehe. Weitere Redner vor dem Rathaus waren: Erster Stadtrat Hans Dippel, Ortsvorsteher Heinrich Horn und Sportkreisvorsitzender Alfred Klobes. Selbst der Bartenwetzer (K.-H. Hofmann) war vom Rathausturm gestiegen und beglückwünschte mit launischen Versen die Meistermannschaft. Der Triumphzug wurde in Kirchhof fortgesetzt und endete feuchtfröhlich im Saal des Vereinslokals Schomberg.

Der Name "Kirchhof" sollte nunmehr über die Grenzen Hessens hinaus bekannt werden und in die Geschichte dieses Stadtteils von Melsungen eingehen. In der Bundesliga Gruppe Nord spielten folgende Mannschaften: GW Frankfurt, RW Auerbach, Guts Muths Berlin, VfR Mannheim, TSG Weinheim, Süd-West Ludwigshafen, DJK Würzburg, Bayern München und die SG 09 Kirchhof. Selbst in der Sportschau des Fernsehens wurde über die SG 09 Kirchhof informiert.

   
    Verantwortung musste auf breitere Ebene gestellt werden

Dass in einem relativ kleinen Verein wie der SG 09 Kirchhof mit dem Wirken der Damen in der höchsten deutschen Spiel­klasse Probleme in organisatorischer, spielerischer und finanzieller Hinsicht ins Haus standen, war allen Beteiligten klar. Man wich aber auch dieser Verantwortung nicht aus. Die Spielerinnen hatten nicht zuletzt aus Freude am Sport diese großen Leistungen erbracht und sollten nun auch ihren Wunsch erfüllt haben, nämlich in der Bundesliga zu spielen. Auf Initiative des Betreuers Karl Siegner wurde bereits der Vereinskurier aufgelegt. Die Finanzierung erfolgte durch Inserate vieler Geschäftsleute. Einer breiten Öffentlichkeit wurde nunmehr das Vereinsleben nahegebracht. Dies hatte zur Folge, dass sich viele dem Verein verbunden fühlten und als Mitglied bzw. Förderer dem Verein beitraten. Für die Bewältigung aller die Bundesligamannschaft betreffenden Angelegenheiten wurde ein Arbeitskreis ins Leben gerufen und zu dessen Sprecher Heinrich Schmidtkunz gewählt. Neben dem Trainer erhielt die Mannschaft in Hilde Wedekind eine Betreuerin und Georg Kruhm als Masseur. Von der Wichtigkeit und dem erfolgreichen Wirken dieses Kreises kann man sich bis heute überzeugen. Bis in die Gegenwart wird von dem Arbeitskreis ein erfolgreiches Management in Sachen Damenhandball bei der SG 09 betrieben. Die finanzielle Absicherung bewegt sich bis heute auf solider Grundlage. Immer wieder konnten Spitzenspielerinnen aus anderen Vereinen gewonnen werden, ohne die ein Mitwirken in der höchsten Spielklasse nicht möglich wäre. Dass der Verein diese Transaktionen immer ohne Schaden überstanden hat, ist aber nicht nur dem Arbeitskreis, sondern auch allen Spielerinnen, die mit ihrem sportlichen Idealismus, ihrem Können und der Kameradschaft zu diesen Erfolgen maßgeblich beitrugen, zu verdanken.

     
   

Kontinuierliche Vereinsarbeit setzt
sich fort

Nach der Aufstiegseuphorie ging das allgemeine Vereinsleben weiter.
In der Jahreshauptversammlung 1978 konnte Vereinsvorsitzender Hans-Dieter Rübenkönig die Vereinsmitglieder Kurt Mänz, Josef Kress, Emmy Führ, Eugen Claus, Lydia Schramm, Erika Purkart, Hans Weißkopf, Katharina Gute, Hans Eckhardt und Georg Harbusch für 25-jährige Vereinszugehörigkeit ehren. Die Arbeit in allen Abteilungen wurde kontinuierlich weiterentwickelt. Nach harter Saison konnte sich die I. Damenmannschaft den Bundesligaerhalt sichern.
Die II. Damenmannschaft wurde in 1978 Kreismeister. Trainer Horst Schade wurde von dem Jugoslawen Iljo Duketis abgelöst.

In den Vorbereitungen für die Spielrunde 1978/79 trug die SG 09 ein Freundschaftsspiel gegen die Nationalmannschaft Japans aus. Zweifellos auch ein Höhepunkt in der Vereinsgeschichte.

Der Präsident des Deutschen Handballbundes Bernhard Thiele weilte in Kirchhof und stellte sich den Fragen des sachkundigen Publikums. Der Präsident bedankte sich bei der Vereinsführung und den Mannschaften für die gute Breitenarbeit, die in Kirchhof in Sachen Handball geleistet wird.

     

 

 

1979-
1980

70-jähriges Bestehen im kleinen Rahmen

Das 70-jährige Bestehen des Vereins wurde am 5. Mai 1979 in Verbindung mit einem Liederabend in bescheidenem Rahmen gefeiert. Sieben Chöre aus Melsungen, Günsterode, Kehrenbach und Kirchhof gestalteten den Abend mit guter Chormusik. Bezirksvorsitzender Karl Jungermann zeichnete im Namen des Mitteldeutschen Sängerbundes einige Vereinsmitglieder für langjährige Treue zum Chorgesang besonders aus und bescheinigte dem Gemischten Chor sein hervorragendes Wirken in der großen Familie des Sängerbundes.

Für 50-jährige treue Vereinszugehörigkeit wurden besonders geehrt: Katharina Siegner, Jakob Rauschenberg, Heinrich Siegner, Heinrich Worst, Georg Horn, Johannes Führ und Konrad Peter. Die silberne Ehrennadel für 25-jährige Vereinszugehörigkeit erhielten: Anneliese Mänz, Karl Siegner, Josef Schimka und Christian Hartung.

Die I. Damenmannschaft stieg im Spieljahr 1979/80 aus der Bundesliga ab, erspielte 1981/82 wieder die Südwestmeisterschaft in der Regionalliga. Auf den Wiederaufstieg in die Bundesliga wurde jedoch verzichtet, da mehrere Spitzenspielerinnen nicht mehr zur Verfügung standen und somit ein Neuaufbau der Mannschaft erforderlich wurde. Die Vereinsleitung war mit der Mannschaft der Meinung, dass dieser Aufbau in der Regionalliga besser vollzogen werden könne. Als neuer Trainer wurde Günter Faupel verpflichtet.

Das Jahr 1980 brachte wieder einen Wechsel
in der Vereinsführung.

Für den aus beruflichen Gründen zurückgetretenen Hans-Dieter Rübenkönig wurde wiederum Heinrich Horn II zum
1. Vorsitzenden gewählt. Renate Horn, heute Denk, wird Redakteurin der Vereinszeitung “Der Vereinskurier”.

     

 

  1981

Zehn Mannschaften spielen Handball

Der Handballsport in Kirchhof hatte sich zu einer großen Breite entwickelt. Zehn Mannschaften spielten inzwischen diesen schönen, aber oft auch sehr hart gewordenen Sport. Wie viel Arbeit durch Trainingsvorbereitung und sonstiger organisatorischer Leistung bis zu einem Meisterschaftsspiel investiert werden muss, ist für den Nichteingeweihten oft gar nicht erkennbar. Für unsere I. Männermannschaft wurde der frühere Trainer der Damen, Horst Schade, gewonnen. Unter seiner Leitung war auch hier wieder eine positive Aufwärtsentwicklung zu verzeichnen.

   
   

I. Männermannschaft Kreismeister

Nach Jahren der Mittelmäßigkeit hatte die I. Männermannschaft in der Hallenrunde 1980/81 endlich wieder einmal den Durchbruch geschafft. Man errang die Kreismeisterschaft und spielte anschließend in der Bezirksklasse. Auch in der Feldrunde 1981 wurde auf Bezirksebene gespielt. In der Jahreshauptversammlung konnte erfreulich zur Kenntnis genommen werden, dass die Gymnastikgruppe wieder im Aufschwung sei. In der Versammlung konnten auch die Zeichnungen der in Melsungen geplanten Groß-Sporthalle eingesehen werden. Man war erfreut darüber, dass dieses Projekt nun verwirklicht werden sollte.

Die Wünsche bezüglich der Gestaltung der Halle wurden seitens des Vereins dem Magistrat unterbreitet.

Vorsitzender Heinrich Horn II konnte Adam Kühlborn zum Ehrenmitglied ernennen.

Folgende Mitglieder erhielten für über 25-jährige Mitgliedschaft die silberne Ehrennadel: Irmgard Metz, Sophie Wendel, Heinz Harbusch, Günter Gute, Horst Rothhämel, Herbert Wedekind, Heinrich Horn II, Paul Bielert, Heinrich Schmahl, Anneliese Vogel, Elfriede Eckhardt, Ewald Eckhardt, Hannelore Horn, Gerhard Hartung, Georg Schimka und Irmgard Horn.

     

 

 

1979-1982

Vereinssportfeste immer wieder ein Erlebnis

Unter der dynamischen Vereinsführung wurden auch in den Jahren 1982 und 1983 wieder Vereinssportfeste mit einem umfangreichen Sportprogramm durchgeführt.

Um den Neigungen der Jugend gerecht zu werden, bereicherte man jetzt die Festprogramme mit "Disco-Abenden" auf dem Festplatz. Ebenfalls vergnügte man sich an Lagerfeuern bei Selbstversorgung mit Grillwurst und Bier. Hierbei wird immer wieder das Zusammengehörigkeitsgefühl der großen Sportfamilie gefestigt.

   
   

Hohe Ehrung für Franz Purkart

Beim Kreissängerfest 1982 in Körle konnten die Sängerinnen und Sänger mit Stolz die Verleihung des Ehrenbriefes des Landes Hessen an unseren Chorleiter Franz Purkart miterleben. Diese hohe Auszeichnung wurde verliehen für hervorragenden ehrenamtlichen Einsatz im Chorwesen. Franz Purkart ist Leiter der beiden Chöre in Kirchhof, des Gemischten Chores Kehrenbach und des Männergesangvereins Günsterode. Außerdem ist er im Sängerkreis Heiligenberg als Bezirkschorleiter des "Oberen Fuldatals" tätig.

Viel Anklang fand auch der "Tag der offenen Tür", der auf Initiative des I. Vorsitzenden Heinrich Horn II im Vereinslokal ausgerichtet wurde. Viele Vereinsmitglieder und Freunde konnten sich anhand von Pokalen, Urkunden u. a. Dokumenten davon überzeugen, welch stolze Tradition der Verein seit 1909 aufzuweisen hat. Die vielen Urkunden, Pokale, Wandteller und Wimpel verdeutlichten einmal mehr die

Leistungen, die freundschaftlichen Verbindungen, aber auch den Bekanntheitsgrad des Vereins.

     

 

 

1983-1984

Vorbereitungen für das Jubiläumsfest in vollem Gange

Im Vorjubiläumsjahr konnte sich die SG 09 mit Stolz auf einen soliden Leistungsstand in allen Sparten des Sports und auch seines Gemischten Chores stützen. Das Aushängeschild, die I. Damenmannschaft, stand an der Spitze der Regionalliga. Unter dem damaligen Trainer Dieter Worst, der aus der Sportgemeinschaft 09 hervorging, wurden konstante Leistungen erbracht.

Die II. Damenmannschaft spielte mit gutem Erfolg in der Bezirksliga. In der weiblichen und männlichen Jugend wurde im Spieljahr 1982/83 die Kreismeisterschaft erzielt. Die I. Männermannschaft spielte wieder in der Kreisklasse und versuchte an ihre frühere Leistungsstärke anzuknüpfen. In den übrigen Sportarten wurde getreu nach dem Motto "Dabei sein ist alles" mit Fleiß und Idealismus gewirkt.

Die Gesangesabteilung erfreute sich einer guten Beteiligung. Das vom Chorleiter sorgfältig ausgewählte Liedgut war der Größe und dem

Leistungsstand unseres Chores angepasst und vermittelte somit den Sängerinnen und Sängern das echte Gefühl einer sinnvollen Freizeitgestaltung. Im Gesang Freude zu finden ist eine weitere Aufgabe, die sich unser Chorleiter mit seinen Mitwirkenden zum Ziel gesetzt hatte.

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus

Kurz vor unserem 75-jährigen Bestehen konnten wir von einer erfolgreichen Breitenarbeit sprechen. Die Zuneigung der Ortsbevölkerung zur SG 09 kam darin zum Ausdruck, dass die Mitgliederzahl inzwischen auf 400 angestiegen war. Das 400. Vereinsmitglied hieß Jan Wiegand, der gemeinsam mit seinem Vater Norbert aus Anlass der 75-Jahrfeier Vereinsmitglied wurde.

All diese positiven Entwicklungen in den letzten Jahren durften uns jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es auch in Zukunft größter Anstrengungen bedarf, den Erhalt und die Fortentwicklung des Vereinslebens mit viel Einsatz und Idealismus zu betreiben.

Dass man hierzu willens war, ließ das Team um Heinrich Horn II erkennen. Man stand ganz im Zeichen der Vorbereitung des großen Jubiläumsfestes. Bereits im April 1983 wurde durch den erweiterten Vorstand im Jugendhof "Hoher Knüll" in einer Wochenendarbeitstagung das Festprogramm in groben Zügen erarbeitet.

Nach dem Motto "Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus" war das Jahr 1983 und die Zeit bis 1984 ganz auf dieses Fest ausgerichtet.

150 Helferinnen und Helfer im Einsatz

Rund 150 Helferinnen und Helfer wurden in 40 Arbeitsgruppen eingeteilt. So konnte der 75. Geburtstag vom 23. Juni bis 1. Juli ausgiebig gefeiert werden. Nachdem der Gemischte Chor nach einer Sportkreissitzung die Festwoche mit einem Liederabend eröffnete, prägten Freundschafsspiele aller Mannschaften die Festwoche. Besonders in Erinnerung sollten die Begegnungen der II. Damenmannschaft mit den Damen von Tennis Borussia Berlin bleiben. Es entwickelte sich eine mehrjährige Freundschaft mit Begegnungen in Kirchhof und in Berlin. Aber auch Tischtennis und Leichtathletik wurden geboten. Ein absoluter Höhepunkt war die Open-Air-Disco mit DJ Buggi.

Der Samstag stand im Zeichen des Festkommers mit anschließendem Jubiläumsball. Nach dem Weckruf mit den Memory´s wurde ein Festgottesdienst am Ehrenmal auf dem Sportplatz gefeiert, bevor sich ein Festzug durch die Straßen Kirchhofs zum Sportplatz bewegte. Dort fand ein bunter Rasen mit musikalischer Umrahmung der Chöre aus Günsterode, Kehrenbach und Kirchhof statt. Als Abschluss der Handballspiele hatte die I. Damenmannschaft Braunschweig zu Gast. Vor dem Ausklang im Festzelt konnten sich die Besucher vom Können der Fußballer aus Kehrenbach und Obermelsungen ein Bild machen. Ausdruck der guten Jugendarbeit fand im Jubiläumsjahr die Qualifikation zur Oberliga der männlichen B-Jugend. Damit spielte die Mannschaft in der höchsten deutschen Jugendklasse.

     

 



Die SG-Bühne spielte: “Der gute Ruf”.

 

 

 



1991 Minihandball

 

1985-1989

Der Turn und Spielkreis wird gegründet

Die Entwicklung der Sportgemeinschaft setzte sich in den Jahren nach dem Jubiläum fort. Als weiterer Ausdruck der intensiven Jugendarbeit wurde 1986 der Turn- und Spielkreis ins Leben gerufen. Längst (1980) hatte die SG 09 mit Minihandball begonnen. Walter Kress, Brunhilde Bartels, Christa Kühlborn, Rita Kaspar und Regina Wagner waren ganz aktiv. Damit werden bereits die Kleinsten durch Spiele mit Bewegungs- und Koordinationsübungen beschäftigt und an den Handballsport herangeführt.

Die Leistungen des Chorleiters Franz Purkart wurden mit der seltenen Verleihung des Sonderzeichens in Gold vom Mitteldeutschen Sängerbund gewürdigt.

Eine Lehrstunde der besonderen Art wurde der I. Damenmannschaft zuteil.
Die Nationalmannschaft der Volksrepublik China war zu Gast und siegte im Freundschaftsspiel mit 38:19 Toren.                                

Neben Gesang und Sport wurde das Theaterspiel wieder aktiviert. Um dem Aufwand der Laienschauspieler und Bühnenarbeiter gerecht zu werden, entschloss man sich die Komödie "Der gute Ruf" nicht nur in Kirchhof, sondern auch in der Stadthalle Melsungen zur Aufführung zu bringen. Beide Auftritte sorgten für volle Häuser.                               

Der Tennisboom, ausgelöst durch die Erfolge von Boris Becker in Wimbledon, erreichte auch Kirchhof. Der Bau eines Tennisplatzes wurde geplant und ausgeführt. Anlässlich des Hessentages in Melsungen fand die Einweihung statt. Am Hessentag wirkte die SG 09 als Teilnehmer bei verschiedenen Veranstaltungen mit und besetzte zudem Verkaufsstände während der Festwoche.                          Die "SG-Bühne" spielte nun die Komödie "Familienkrach im Doppelhaus". Wieder waren beide Aufführungen in Kirchhof und Melsungen ausverkauft. Die Damenmannschaft bestritt weitere internationale Vergleiche gegen den ungarischen Meister DMVSC Debrecen (1987) und die Nationalmannschaft der UDSSR (1989). 

Ende des Jahres 1989, am 24. Dezember, verstarb plötzlich und unerwartet unser Vereinswirt, langjähriger Spartenleiter und Mitbegründer der Damenmannschaft,
Hans Schomberg. Eine große Trauergemeinde nahm Abschied von dem Mann, der die Sportgemeinschaft schon früh über die Grenzen von Kirchhof hinaus repräsentierte.

     

 



Vereinsheim Schomberg

1990-1994

Die Sportgemeinschaft pachtet das Vereinsheim Schomberg

Die erste Damenmannschaft klopfte an die Tür zur zweiten Bundesliga, verlor jedoch die Aufstiegsspiele gegen Nußdorf. Nachdem der Vertrag mit Trainer Iljo Duketis nicht verlängert wurde, verließ fast die komplette Mannschaft die SG 09.
Vorsitzender Heinrich Horn II organisierte mit Imre Török eine Vereinsfahrt nach Ungarn.
Dabei spielten die Kirchhöfer Männer erstmals gegen eine ausländische Mannschaft. In Ungarn verloren die Kirchhöfer am 1. Mai 1990 mit 32:26 Toren. Bereits im August erfolgte der Gegenbesuch von Balmazujvaros.
Da nach dem plötzlichen Tod von Hans Schomberg das Vereinslokal von heute auf morgen nicht mehr zur Verfügung stand, entschloss sich der Vorstand das Haus Schomberg in Eigenregie weiterzuführen.
Heinrich Horn setzte sich hier besonders ein.
Der Gemischte Chor knüpfte gemeinsam mit dem MGV Kirchhof erste Kontakte nach Thüringen zum Chor aus Nazza.
Heinrich Schmidtkunz erhielt die silberne Plakette der Stadt Melsungen. Die Nachfrage im Tennis hatte zur Folge, dass ein zweiter Tennisplatz gebaut wurde. Mit viel Eigenleistung konnte dies realisiert werden. Durch die Gründung der Tischtennissparte wurde das Angebot an Aktivitäten für die Mitglieder erweitert. Auf 25 Jahre Damenhandball konnte 1991 zurückgeblickt werden. Die erste Hallenzeitung “Schlagzeile” erscheint. Fortan wird das Exemplar zu jedem Heimspiel der I. Damenmannschaft ausgegeben.

Niko Raftopoulos wird neuer Übungsleiter bei der Frauen-Gymnastikgruppe. Er löst Jutta Riechebächer ab.

Niko Raftopoulos wird neuer Übungsleiter bei der Frauen-Gymnastikgruppe. Er löst Jutta Riechebächer ab.

Der Gemischte Chor verbrachte ein Übungswochenende im Boglerhaus. Auch die dritte Komödie "Drei tolle Väter" war ausverkauft. Die I. Damenmannschaft kämpfte gegen den Abstieg in der Regionalliga. Um den Klassenerhalt zu schaffen wurde die Russin Alla Kovalova nach Kirchhof geholt. Die SG 09 startete eine Dorfsammlung. 120 Haushalte beteiligten sich und sicherten den Transfer ab. Der Klassenerhalt wurde mit viel Glück geschafft.

Erstmals nahm 1994 die Tennismannschaft der Herren an den Meisterschaftsspielen teil und schaffte auf Anhieb den Aufstieg in die nächsthöhere Klasse.

Der Gemischte Chor feierte sein 75-jähriges Bestehen mit einem Dorfabend. Leider ließen sich nur 30 Gäste von unserem Chor und dem Musikverein Hofbieber begeistern.
Trotz dieser Enttäuschung beteiligte sich der Chor sehr erfolgreich an der "Robert-Stolz-Gala" in der Vierbuchenhalle Röhrenfurth.

     

 



Mädchenhandball 1998. Im Bild: Miriam Achler, Melina Horn, Nicole Rübenkönig, Magdalena Rode, Juliane Pregler, Carina Kühlborn. Vorn: Trainer Herbert Kühlborn, Jenny Berge, Nadine Semlitsch, Nico Pollmer, Ann-Kathrin Heuser, Betreuer Klaus Berge.

1995-1998

Jürgen Steinbach kommt

Bereits nach nur einem Jahr musste die Russin Alla Kovalva Kirchhof wieder verlassen. Heinrich Horn holte nun Cristina Weiss. Auch ein neuer Trainer wurde für die Damenmannschaft verpflichtet.
Auf Jörg Anacker folgte Jürgen Steinbach. Jeweils Kreismeister wurden die weibliche Jugend A und die männliche Jugend B. Für seine ehrenamtliche Tätigkeit wurde dem
1. Vorsitzenden Heinrich Horn II die Sportehrenplakette und die Ehrenplakette der Stadt Melsungen verliehen.

War es seit vielen Jahren Tradition, dass sich die SG-Familie zum Ende des Jahres zur gemeinsamen Weihnachtsfeier im Dorfgemeinschaftshaus traf, ging die SG 09 Ende 1996 neue Wege. Da das Dorfgemeinschaftshaus die Besucher in der Vergangenheit kaum fassen konnte, entschied sich der Vorstand erstmals einen Weihnachtsmarkt rund um das Vereinsheim Schomberg zu veranstalten. Unter Mitwirkung aller Abteilungen wurde diese Veranstaltung ein voller Erfolg und wurde für die nächsten Jahre fester Bestandteil des Veranstaltungskalenders.
Im Jahre 1997 wurde seitens der Vereinsmitglieder einiges an Eigenleistung investiert. So wurde mit Unterstützung der Brauerei Malsfeld der Gastraum des Vereinsheimes umgebaut. Außerdem wurde der Getränkestand am Waldsportplatz um einen überdachten Freisitz erweitert.

Die Männermannschaft erhielt Verstärkung, Sven Rothhämel kehrte zu seinem Heimatverein zurück.

Auf ihr 10-jähriges Bestehen konnte die Tennissparte zurückblicken. Auch 1998 stand ein Jubiläum an, die "Alten Herren" blickten auf 25 gemeinsame Jahre zurück. Überaus erfolgreich wurde das Jahr sowohl im Jugendbereich als auch bei den Senioren der Handballer. Vier Jugendmannschaften sicherten sich die Kreismeisterschaften. Darüber hinaus qualifizierte sich die weibliche B-Jugend für die Bezirksklasse. Auch die I. Männermannschaft wurde Kreismeister und stieg in die Bezirksklasse auf.

 



Die Spielgemeinschaft Melsungen/Kirchhof sorgte für Schlagzeilen. Im Bild: Albert Klabunde, Renate Denk, Claudia Goldhardt,
† Heinrich Horn, Dieter Vonhof, Herbert Kühlborn, Bernd Denk, Conrad Fischer.
 

Spielgemeinschaft Melsungen/Kirchhof sorgt für Schlagzeilen

Hatten sich die Damenmannschaften der Sportgemeinschaft und der Melsunger Turngemeinde bisher teilweise erbitterte Duelle geliefert, wurde die Frauenspielgemeinschaft Melsungen/Kirchhof gegründet. Das alte Tennishäuschen wurde abgebaut und durch ein schmuckes Holzhaus ersetzt.

Im Zuge dieser Erneuerung wurden die Versorgungsleitungen auf den neuesten Stand gebracht. Die Leitungen wurden über den Sportplatz zum Sportplatzhäuschen und weiter zum Verkaufsstand am hinteren Bereich des Geländes verlängert. Die Wasser- und Stromversorgung ist seitdem vorschriftsmäßig unterirdisch verlegt.

Nach 26 Jahren im Amt des 1. Vorsitzenden konnte Heinrich Horn II diese Position aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausfüllen. Er wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Seine Nachfolge trat der bisherige
2. Vorsitzende Herbert Kühlborn an.

     

 

 

1999

90 Jahre Sportgemeinschaft 1909
80 Jahre Gemischter Chor

Die junge Spielgemeinschaft Melsungen/Kirchhof wurde bereits im ersten Jahr der Zusammenarbeit Südwestdeutscher Meister und stieg in die Zweite Bundesliga auf. Wiederum gingen zwei Kreismeistertitel nach Kirchhof, diesmal an die weibliche A-Jugend und die männliche C-Jugend.
Im Mai wurde der 90. Geburtstag der Sportgemeinschaft und der 80. Geburtstag des Gemischten Chores gebührend gefeiert. Beim Kommers im vollbesetzten Saal des Vereinsheimes wurde bei den Ansprachen aus Politik, Gesang und Sport immer wieder die familiäre Atmosphäre der Vereinsarbeit hervorgehoben.
Der Chorabend fand mit befreundeten Chören im Dorfgemeinschaftshaus statt.
Der Vereinskurier wurde erneut vom Landessportbund ausgezeichnet. Das Festival des Sportes wurde vom Landessportbund Hessen in Melsungen ausgetragen. Auch hier war die Sportgemeinschaft aktiv dabei.
Völlig überraschend, ohne jegliche Vorankündigung oder andere Anzeichen, kündigte die Melsunger Turngemeinde die Spielgemeinschaft der Frauen zum Serienende. Der Vorstand handelte schnell und konnte kurzfristig den Fortbestand des Zweitligahandballes sichern. Mit dem vierten Weihnachtsmarkt klang das Jubiläumsjahr aus.

     

 



Glücksminuten am Waldsportplatz in Kirchhof. Im Bild: Trainer Bernd Dittmar mit den Minis am Springbrunnen.



Trainer Thorben Gießler mit der III. Damenmannschaft.

 

 



Gesamtvorstand 1998

 

2000 - 2002

Trauer um Marc Hartung

Am sechsten März feierte der Nachwuchs Fasching. Am folgenden Tag verstarb Marc Hartung völlig überraschend während des Trainings in der Vierbuchenhalle Röhrenfurth. Die Sportgemeinschaft trauerte mit seiner Familie. Mit Marc Hartung verlor die SG 09 einen engagierten Sportler und langjährigen Schiedsrichter.
Die Jungen der B-, C-, und D-Jugend wurden Kreismeister, die weibliche D-Jugend sicherte sich neben der Kreismeisterschaft auch den Titel des Bezirksmeisters. Ebenso wurde die dritte Damenmannschaft Kreismeister. Auch die II. Damenmannschaft befand sich im Aufwärtstrend und qualifizierte sich für die Landesliga.
Die Qualifikation der I. Männermannschaft für die zweite Bezirksklasse rundete das erfolgreiche Sportjahr ab.
Chorleiter Franz Purkart erhielt die Bundesverdienstmedaille für sein vorbildliches Wirken für den Chorgesang. Im Oktober waren die Sangesfreunde um Willi Petig aus Wuppertal zu Gast in Kirchhof.
Die I. Damenmannschaft setzte sich im Spitzentrio der Zweiten Bundesliga fest.
Man feierte die Halbzeitmeisterschaft und scheiterte später mit nur einem Punkt Rückstand am Aufstieg in die deutsche Eliteklasse. Weiterhin fand die engagierte Jugendarbeit Ausdruck in der Bezirksmeisterschaft der männlichen A-Jugend und deren Qualifikation für die Landesliga sowie der Qualifikation der männlichen
B-Jugend für die Oberliga.
Melina Horn und Martin Denk gehörten zur Auswahl des Hessischen Handballverbandes ihrer Jahrgänge. Darüber hinaus gehörte Martin Denk dem Kader des Südwestdeutschen Handballverbandes an. Wiederum in Eigenleistung wurde der Verkaufsstand am Sportplatz durch Pflasterarbeiten verbessert. Mit einer Busfahrt verbrachten die Kinder der Minis und der
E-Jugend mit Eltern und Betreuern einen erlebnisreichen Tag am Edersee.
Beim Sportfest waren alle zum Mitmachen aufgefordert. Jung und Alt machten regen Gebrauch von Gymnastik, Aerobic, Walking und Rückenschule auf den verschiedenen Aktionsbühnen.
Auch bei der II. Damenmannschaft mit Trainer Udo Horn setzt sich die positive Entwicklung fort, die Mannschaft stand an der Spitze der Landesliga. Die freundschaftliche Verbindung zwischen den Sängerinnen und Sängern aus Nazza und Kirchhof bestand nunmehr seit zehn Jahren. Aus diesem Anlass verbrachte die Sportgemeinschaft ein gemeinsames Wochenende in Bad Liebenstein.

 

    SG 09 Kirchhof trauert um Heinrich Horn II

Die andauernde positive sportliche Entwicklung fand nicht nur Ausdruck in der Meisterschaft der II. Damenmannschaft in der Landesliga und dem damit verbundenen Aufstieg in die Oberliga Hessen. Auch die Mädchen der C-Jugend wurden Bezirks- und Nordhessenmeister. Bei den anschließenden Hessenmeisterschaften belegte die Mannschaft den zweiten Platz. Ein neuer Vorstand wurde gewählt. Nach einer Satzungsänderung lag die Führung des Vereines erstmals in der Geschichte nicht in den Händen eines 1. Vorsitzenden. Fünf gleichberechtigte Vorstände teilen sich nun die Führungsaufgaben. Gewählt wurden Renate Denk, Rita Kaspar, Karl-Heinz Harbusch, Holger Hartung und Markus Franz. Nach sieben erfolgreichen Jahren endete die Ära Jürgen Steinbach. Ihm folgte Gernot Weiss. Nach langer schwerer Krankheit verstarb der Ehrenvorsitzende Heinrich Horn II. Die Sportgemeinschaft musste von dem Mann Abschied nehmen, der nicht nur die Geschicke der SG 09 über mehr als zwei Jahrzehnte geleitet hat, sondern der immer und in allen Belangen vorangegangen ist. Er prägte wie kein anderer die Sportgemeinschaft gegenüber den Mitgliedern und in der Öffentlichkeit. Sein Wirken wird für immer mit der Sportgemeinschaft verbunden bleiben.

In der neuen Handballsaison 2002/2003 spielte die I. Damenmannschaft weiterhin in der Zweiten Bundesliga mit Ambitionen sich in der Spitzengruppe endgültig zu etablieren.
Diese Ziele schienen nicht unrealistisch, zumal inzwischen täglich trainiert wurde und mit Magdalena Urdea eine rumänische Nationalspielerin verpflichtet wurde.
Die II. Damenmannschaft mauserte sich zu einer festen Größe in der Oberliga.
Bei der Männermannschaft vollzog sich ein Verjüngungsprozess.
Nach dem Ausscheiden einiger Spieler wurden talentierte A-Jugendspieler in die Mannschaft integriert.
Mit der männlichen A-Jugend und der weiblichen B-Jugend waren wieder zwei Jugendmannschaften höherklassig für unseren Verein aktiv. Wie auch in den vergangenen Jahren wurde das Jahr 2002 mit dem Weihnachtmarkt in der Dorfmitte rund ums Vereinsheim abgeschlossen.

     

 

 

2003

Unaufhaltsam

Am 5. Januar 2003 wurde ein gut besetztes Damenturnier in der Stadtsporthalle veranstaltet. Sowohl sportlich als auch organisatorisch ließ das Turnier kaum Wünsche offen. Mit gewohntem Einsatz sorgten viele fleißige Hände der Mitglieder für einen reibungslosen Ablauf.

In der Serie erreichten alle Mannschaften die gesteckten Ziele. Insbesondere zu erwähnen, der zweite Platz der Damen in der 2. Bundesliga. Aber auch die Leistungen der Männer konnten sich sehen lassen, obwohl der Aufstieg in die Landesliga verpasst wurde. Neuer Trainer für die Serie 2003/2004 wurde Detlef Kleinmann. Erfolgreich verlief auch die Tennissaison. Die Männer wurden Meister und stiegen in die nächsthöhere Klasse auf.
Im Mittelpunkt aller Aktivitäten stand im Juni 2003 die 700-Jahrfeier unseres Heimatortes. Mit dabei war auch die SG 09, allen voran der Gemischte Chor. Aber auch alle anderen Sparten beteiligten sich am Geschehen. Ein Höhepunkt der Aktivitäten war das Spielfest, organisiert von Reinhold Dittmar und Gisela Denk. Die sportliche Entwicklung ging weiter und wurde durch neue Sponsorenverträge abgesichert. Nach intensiver Vorbereitung startete die SG 09 mit dreizehn Mannschaften in die Saison 2003/2004. Großen Anklang fand das zweite Kartoffelfest. Ende des Jahres belegte die I. Damenmannschaft noch immer Platz 1 in der Zweiten Bundesliga. Diesen hatte das Team bereits am zweiten Spieltag erobert.

     

 



Eintrag ins “Goldene Buch” der Stadt Melsungen. Im Bild: Berthold Denk, Gernot Weiss, Udo Horn. Vorn: Altbürgermeister Karl-Heinz Dietzel und Stadtverordnetenvorsteher Albin Schicker.

2004-  2006

Ein Traum wird Wirklichkeit - Aufstieg in die Bundesliga

Der Toyota-Cup in der Stadtsporthalle fand erneut großen Anklang. Rita Kaspar schied aus dem Vorstand aus und Uwe Bielert folgte.
Mit Cristina Mihai wurde eine rumänische Linkshänderin verpflichtet und damit ein erster Baustein in Richtung Erste Bundesliga gesetzt. Der Auswärtssieg in Leihgestern brachte Gewissheit, die SG 09 Kirchhof spielt in der Saison 2004/2005 in der 1. Bundesliga.
Eine würdige Meisterschaftsfeier fand nach dem letzten Heimspiel in Melsungen statt. Zum Abschluss wurde nach dem sportlichen auch ein phyrotechnisches Feuerwerk abgebrannt. Für das Abenteuer Erste Liga wurde fast die gesamte Mannschaft gehalten und mit drei Zugängen verstärkt. Mit Gründung der Damenhandball GmbH wurde auch in organisatorischer Hinsicht der aktuellen Entwicklung Rechnung getragen.
Geschäftsführerin wurde Renate Denk, die sich wie niemand sonst für den Damenhandball, aber auch für unseren Verein insgesamt einsetzt.
Im Sog des Erfolges der I. Mannschaft konnte auch die II. Mannschaft verstärkt in die neue Oberligaserie gehen. Neu im Betreuerstab der II. Damenmannschaft der bisherige Männertrainer Detlef Kleinmann, der sich bei den Mädels auch um das Torwarttraining kümmerte und so Udo Horn zur Seite stand. Die III. Damenmannschaft startete eine Klasse höher in die neue Spielrunde. Unter dem neuen Spielertrainer Hendryk Melski starteten die Männer einen neuen Anlauf den Aufstieg in die Landesliga zu schaffen.
Die II. Männermannschaft spielte in der Bezirksliga B2 um die Meisterschaft.
Das Sportfest wurde wegen schlechten Wetters kurzfristig in der Stadtsporthalle Melsungen ausgerichtet. Dass in der Ersten Liga ein anderer Wind weht, mussten die Spielerinnen schnell feststellen. Zum Ende des Jahres standen nur vier Punkte auf der Habenseite. Um den Klassenerhalt noch zu schaffen wurden zwei weitere Spielerinnen verpflichtet. Dennoch mussten letztlich die Play-Down-Spiele gegen die alten Bekannten aus Weibern die Entscheidung über den Verbleib in Deutschlands höchster Spielklasse entscheiden. Mit einem Sieg in Weibern wurde der Klassenerhalt schließlich geschafft. Der Gemischte Chor verbrachte seit langer Zeit mal wieder ein Wochenende im Boglerhaus.
 



Mädchenhandball mit Trainerin Maria Rothhämel und Betreuerin Kerstin Dietrich.
 

Kooperation mit der MT Melsungen

Um den Anforderungen der Zukunft gewachsen zu sein wurde der Spielbetrieb der Handballer verändert. Eine Kooperation mit der Melsunger Turngemeinde wurde vereinbart. Künftig treten alle männlichen Handballer in den Mannschaften der MT, die weiblichen in denen der SG 09 an. Verstärkt durch vier Melsunger schafften unsere Jungs im dritten Anlauf den Aufstieg in die Landesliga, allerdings in den Farben der MT. Hatten die Erfolge der I. Damenmannschaft vor zwei Jahren noch die Leistungen der II. und III. Mannschaft positiv beeinfusst, so griff dieser Effekt auch im Negativen. Mit einer stark veränderten Mannschaft gelang in der Erstliga-Saison 2005/2006 lediglich ein Sieg gegen Rostock. Somit war der Abstieg im zweiten Jahr der Erstklassigkeit die logische Folge. Im Februar 2006 wurde Trainer Weiss beurlaubt und Udo Horn übernahm die Mannschaft bis zum Saisonende. Auch die zweite musste unglücklich in die Landesliga absteigen. Mit neuer Mannschaft und dem neuen Trainer Mile Malesevic sollte die Zweite Liga gemeistert und die Mannschaft in ruhigeres Fahrwasser geführt werden.
Auch die Tischtennissparte hatte mit personellen Problemen zu kämpfen.
Eine Lösung brachte die Spielgemeinschaft mit Günsterode. Neu in den fünfköpfigen Vorstand wurde Berthold Denk gewählt. Sonst nahm das Vereinsleben seinen gewohnten Verlauf, die Handballtage und das Sportfest wurden in den Sommermonaten ausgerichtet.
Volles Haus bescherte das Kartoffelfest dem Vereinsheim.
Die Jugendmannschaften wurden vorbildlich betreut und trainiert. Mit der weiblichen B- und C-Jugend konnten wieder zwei Mannschaften die Bezirksmeisterschaft gewinnen. Während die zweite und dritte Mannschaft sich in der Serie stabilisierten, musste die I. Mannschaft weitere Rückschläge hinnehmen.

     

 

 

2007

Verletzungspech

Zusehends zerfiel das Mannschaftsgefüge mit der Folge, dass der Vertrag mit Trainer Malesevic im Februar 2007 aufgelöst wurde. Wie bereits ein Jahr zuvor übernahm Udo Horn die Mannschaft. Diesmal aber nicht als Übergangslösung, sondern als Trainer für die nächste Saison. Damit sollte schon früh ein Signal für das Spieljahr 2007/2008 gesetzt werden. Obwohl bis kurz vor Ende der Serie nicht feststand, in welcher Liga die SG 09 im nächsten Jahr spielen würde, konnten frühzeitig neue Spielerinnen gewonnen und Verträge mit den gewünschten Spielerinnen der bisherigen Mannschaft verlängert werden. Erfreulich, dass auch alle Sponsoren, bis auf sehr wenige Ausnahmen, unserer Mannschaft und unserem Verein treu blieben. Ein Vertrauensbeweis, der trotz aller Widrigkeiten nicht hoch genug zu bewerten ist. Aber ebenso wichtig, weitere Sponsoren konnten gewonnen werden. Das 20-jährige Bestehen feierte die Tennissparte mit Sektempfang und einem Frühstück im Rahmen des Sportfestes. In der Serie 2007/2008 waren wieder alle Altersklassen mit Mädchenmannschaften der Sportgemeinschaft besetzt.

Die weibliche B- und C- Jugend spielte erneut höherklassig. Alle SG-Teams absolvierten die Spiele bis zur Weihnachtspause erfolgreich. Besonders bemerkenswert die Serie der Regionalligamannschaft.

Seit dem ersten Spieltag belegte die Mannschaft von Trainer Udo Horn Platz eins der Tabelle. Doch die Vorweihnachtszeit brachte wenig Freude. Mit dem Ausfall der Leistungsträgerinnen Rocsana Negovan und Anna Miszczyj (beide Kreuzbandriss) wurde die Favoritenrolle stark in Frage gestellt.

     

 


 

I. Damenmannschaft, Regionalliga Südwest 2006/07. Im Bild: Kerstin Pregler, Karl-Martin Hartung, Berthold Denk, Udo Horn, Sabine Kirmse, Anna Miszczyj, Rocsana Negovan, Viktoria Marquardt, Carina Heidenreich. Vorn Klaus Teibach, Kristina Startschenko, Nadine Sandrock, Katja Frommann, Elisabeth Wehr, Juliane Kaspar, Kerstin Neutze, Carina Kühlborn.

 

2008

Armin Rothhämel wird Vorstandsvorsitzender

Die Ausfälle wurden aber durch Annemarie Ide (zuvor II. Mannschaft) und Laura Schmitt von der HSG Sulzbach/Leidersbach hervorragend ausgeglichen. Die Mannschaft sicherte sich am Ende unangefochten die Südwestdeutsche Meisterschaft und den damit verbundenen Direkt-Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Bei der Jahreshauptversammlung wurde Armin Rothhämel in den fünfköpfigen Vorstand gewählt.

Er folgte auf Karl-Heinz Harbusch, der sich nicht mehr zur Wahl stellte. Zum Dank an die Fans wurde erstmals ein Fanfrühstück auf dem Waldsportplatz ausgerichtet.
Nach Ende der Serienspiele war der Fokus im Frühjahr 2008 bereits auf das Jubiläumsjahr 2009 ausgerichtet.
Insbesondere das Sportgelände, der Waldsportplatz und die dortigen Einrichtungen wurden inspiziert und Erneuerungsmaßnahmen eingeleitet. Die Sitzflächen und Rückenlehnen der Zuschauerbänke wurden mit langlebigem Hartholz versehen. Die Renovierung und Sanierung der Duschhalle wurde in Angriff genommen. Die Anträge dazu wurden gestellt, die Arbeiten sollen noch im Jubiläumsjahr angegangen und fertiggestellt werden.
Die Sitzgruppe und der Brunnen vor der Duschhalle wurden erneuert. Hierfür zeichnete sich die Alt-Herren-Abteilung verantwortlich. Auch das Häuschen am Waldsportplatz erhielt eine Grundsanierung, ohne die ein Erhalt in den nächsten Jahren sehr in Frage gestellt wäre. Selbst der Älteste, Ehrenmitglied Heinrich Fischer, ließ es sich nicht nehmen aktiv zu helfen. Er versah die vorhandenen Holzwappen mit einem neuen Anstrich. 800 Arbeitsstunden wurden geleistet. Erstmals seit Errichtung der Tennisplätze wurden die Instandsetzungsarbeiten im Frühjahr nicht durch eine Firma, sondern durch die Spartenmitglieder selbst erledigt. Als Generalprobe für die Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehens der Sportgemeinschaft dienten die Handballtage und das Sportfest. Wie in den vergangenen Jahren sorgten unzählige fleißige Hände für einen reibungslosen Ablauf. Zum Fototermin für das Jubiläumsfoto fanden sich 222 Personen auf dem Waldsportplatz ein. Reibungslos konnten auch die Mannschaften für die Handballserie 2008/2009 zusammengestellt werden. Die Vorbereitung unserer Zweitligamannschaft verlief dagegen etwas holpriger. Bereits zum Trainingslager verhinderten kleinere und größere Blessuren ein effektives Arbeiten. Schnell musste akzeptiert werden, dass der Unterschied zwischen Regionalliga und der Zweiten Liga doch wieder enorm ist. Zwar konnte die Mannschaft andeuten, dass das Niveau der Liga erreicht werden kann, jedoch nur mit 100% Leis-
tung und Einstellung, zumal jede Unsicherheit und jeder Fehler schneller bestraft werden als dies eine Klasse niedriger der Fall ist. Somit stand Kirchhof wieder mitten im Abstiegskampf. Erschwerend kam dann der erneute verletzungsbedingte Ausfall von drei Stammspielerinnen hinzu. Zum Ende des Jahres rückte noch ein absolut bemerkenswertes Jubiläum ins Rampenlicht. Seit vierzig Jahren dirigierte Chorleiter Franz Purkart den Gemischten Chor der Sportgemeinschaft. Im Kreise der Sängerinnen und Sänger ehrte der Vorstand gemeinsam mit Spartenleiter Gerhard Hartung den verdienten Chorleiter und verbanden die Ehrung mit der Hoffnung noch lange auf Franz Purkart bauen zu können.

     

 

 

2009

Hand in Hand zum Jubiläum

Auf Beschluss des Vorstandes werden die Veranstaltungen anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Sportgemeinschaft Kirchhof über das Jahr hinaus verteilt.
Somit war die Jubiläumseröffnung am 8. Februar den Vereinsmitgliedern ab den Jahrgängen 1944 gewidmet. Richard Horn, Heinrich Schmidtkunz und Erich Günther wurden im Vereinsheim zu Ehrenmitgliedern ernannt. Zum Ende des Monats trat Udo Horn nach zweijähriger Amtszeit als Damentrainer zurück. Der Abstieg in die Regionalliga war nicht mehr abzuwenden. Nach der Verlängerung bestehender Spielerverträge konnte Dieter Eckel als neuer Trainer begeistert werden. Im März fand der Bezirkssängertag in Kirchhof statt und beim Freundschaftssingen mit befreundeten Chören konnten die Sängerinnen und Sänger Glückwünsche zum 100. Geburtstag der Sportgemeinschaft und dem 90. Geburtstag des Gemischten Chores entgegennehmen.
Alle Anwesenden denken gerne an diese schöne, gelungene Veranstaltung zurück.
Die nächsten positiven Schlagzeilen fand die heimische Presse für die gemeinsame Sternwanderung der vier Jubiläumsvereine zum Marktplatz in Melsungen. Hier stellten sich der TSV 09 Adelshausen, der TSV 09 Elfershausen, FTSV 09 Kehrenbach und die Sportgemeinschaft 1909 Kirchhof gemeinsam vor. In der J.H.V. wurden die verdienten Mitglieder Karl Siegner, Karl-Martin Hartung, Berthold Denk und Rita Kaspar geehrt.
Als Gastgeber an der Goldberghütte hatte die SG 09 alle Wanderer am 1. Mai geladen.
Über den Tag verteilt konnten ca. 600 Gäste das Bewirtungsangebot und Musik von Ray Binder genießen.

Zu den Handballtagen konnten befreundete Vereine und Mannschaften beim “Vierkampf der besonderen Art” die Kräfte messen. Kraft und Geschick waren beim Holzklotzweitwurf, Gummistiefelzielwurf, Handicap-Torwandwerfen und Dosenbiathlon gefragt. Nachdem sich die Anwesenden bei Wildschweingulasch und Bratwurst gestärkt hatten, konnte zur Musik der Rockband MEG HARVEST getanzt werden. Leider war es an diesem Abend sehr kalt, sodass die Gemütlichkeit etwas gelitten hat.
Tags danach stand das Mammutprogramm mit 37 teilnehmenden Handballmannschaften am Waldsportplatz im Programm.
So freuen wir uns nun auf die Abschlussveranstaltung der Jubiläumsfeierlichkeiten. Auch an den Tagen vom 19. bis 23. August will sich die Sportgemeinschaft nochmal als guter Gastgeber präsentieren.
Die Geschichte der Sportgemeinschaft 1909 Kirchhof e.V. wurde niedergeschrieben um wesentliche Entwicklungen und Ereignisse in Erinnerung zu rufen und für unsere Nachkommen festzuhalten. Ein Anspruch auf Vollständigkeit wird, wie bereits zu Beginn voran gestellt, nicht erhoben und kann auch nicht garantiert werden.
Zu vielfältig sind die Geschehnisse, Aktivitäten und Blickwinkel eines jeden Einzelnen.
Soweit der geneigte Leser Kontakt zur SG 09 Kirchhof hat, so mag er seine Empfindungen mit dem Niedergeschriebenen verknüpfen. Soweit dies der erste Kontakt mit unserem Verein ist, so mag die Geschichte einen Einblick in die Arbeit und Entwicklung der Sportgemeinschaft geben. Auch im Alter von 100 Jahren muss in einem Verein nach vorne geschaut werden. Bisher ist es den Verantwortlichen gelungen, das Vereinsleben den wechselnden gesellschaftlichen Gegebenheiten und Anforderungen anzupassen. Doch dabei steht fest, dies alles ist nicht von einem Vorsitzenden oder einem mehrköpfigen Vorstand allein zu schaffen.
Daher soll zum Abschluss ein Zitat unseres ehemaligen Vorsitzenden Heinrich Horn stehen, der seinerzeit das Jubiläum zum 50. Geburtstag der SG 09 federführend organisierte. Nach seiner Ernennung zum Ehrenmitglied bedankte sich Heinrich Horn I schriftlich beim Vorstand. Er beendete seinen Brief mit Worten, die Leitbild für die Zukunft sein sollen:
"Gehen wir gemeinsam in die Zukunft, stärken wir unserer Sportgemeinschaft den Rücken.
Bleiben wir für unsere Jugend Heimat und Geborgenheit, dann wird unsere Zukunft erfolgreich sein und bleiben.
Geben wir unserem Vereinsnamen SPORTGEMEINSCHAFT den Wert, de
r ihm bei der Namensgebung zu Grunde lag. Bleiben wir eine Gemeinschaft."